Allmählich sickern immer mehr Details zu dem mysteriösen Vorfall durch: Im Juni 2024 sank die „Ursa Major“ auf den Grund des Mittelmeeres. Nun wird klar: Der russische Frachter hatte Kernreaktorkomponenten an Bord. Der Kapitän habe „gestanden“, dass die „Ursa Major“ „Komponenten von zwei Kernreaktoren“ transportiert habe, die denen in Atom-U-Booten ähnelten, hieß es in einem Schreiben der spanischen Regierung an das Parlament, das die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch einsehen konnte.

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Mittelmeer: Schiff durch westlichen Einsatz versenkt?

Der Kapitän habe ausgesagt, dass in den Reaktoren kein Kernbrennstoff gewesen sei, hieß es weiter. Dies konnte zunächst nicht überprüft werden. Wie unter Berufung auf den US-Sender CNN und die spanische Zeitung „La Verdad de Murcia“ bereits berichtet, könnte das Schiff bei einem westlichen Einsatz versenkt worden sein, weil es Kernreaktoren nach Nordkorea transportierte. Die Eigentümerfirma des Frachters hatte damals einen „gezielten terroristischen Angriff“ angeprangert, ohne Beweise vorzulegen.

Die mit US-Sanktionen belegte „Ursa Major“ gehörte einem Unternehmen im Besitz des russischen Verteidigungsministeriums und war im Dezember 2024 in internationalen Gewässern vor der Südküste Spaniens mit 16 Menschen an Bord gesunken. Zwei von ihnen wurden nie gefunden. Die offizielle Route führte von St. Petersburg nach Wladiwostok im Fernen Osten Russlands.

daw, afp