Trump reagiert auf Manifest: „Ich bin kein Vergewaltiger"
In einem Interview mit dem US-Sender CBS, das am Sonntagabend in der Sendung „60 Minutes“ ausgestrahlt wurde, sprach Donald Trump erstmals ausführlich über die Momente nach dem Attentat. Im Gespräch mit Moderatorin Norah O'Donnell gab sich der Ex-Präsident dabei unerschrocken. Er habe keine Angst gehabt, sagte er – und begründete das lapidar mit den Worten: „Ich verstehe das Leben. Wir leben in einer verrückten Welt.“
Anders reagierte hingegen First Lady Melania Trump. Trump räumte ein, dass sie erschrocken gewesen sei, auch wenn er das nur ungern zugebe.
Den Secret-Service-Agenten machte Trump nach eigener Aussage das Leben nicht leicht. Statt sich sofort in Sicherheit bringen zu lassen, wollte er zunächst wissen, was überhaupt passiert war. Er habe die Agenten ausgebremst, immer wieder „Moment mal“ gerufen und darauf bestanden, die Lage selbst einzuschätzen.
Als O'Donnell das Manifest des mutmaßlichen Attentäters Cole Tomas Allen anspricht, verliert Trump die Fassung. Allen hatte darin geschrieben, er wolle nicht länger zulassen, dass ein „Pädophiler, Vergewaltiger und Verräter“ seine Hände mit dessen Verbrechen beflecke. Trump reagierte aufgebracht: „Ich bin kein Vergewaltiger. Ich habe niemanden vergewaltigt.“ Anschließend warf er der Moderatorin vor, das Manifest absichtlich vorzulesen, und nannte sie „eine Schande“. „Sie sollten sich schämen, so etwas gelesen zu haben, denn ich bin nichts von alledem.“