Kriegsminister Pete Hegseth reagierte – wie immer herablassend ungehalten – am Freitagmorgen auf die Frage von Journalisten, warum die USA im Iran-Konflikt keine wirkungsvolle Strategie zeigen, um die von Teheran unter Beschuss genommene Seestraße von Hormus wieder für Öltanker und Frachtschiffe befahrbar zu machen. „Man muss sich darüber keine Sorgen machen“, blaffte der Ex-TV-Moderator zurück, „das ist etwas, womit wir uns befassen.“ Details? Zunächst keine.
Dan Caine, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, fügte hinzu, dass man beabsichtige, Irans Fähigkeit einzuschränken, die Meerenge weiter zu verminen, durch die normalerweise 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden. Stunden später wurde durch übereinstimmende Berichte in mehreren US-Medien deutlicher, was gemeint ist: Auf Drängen des US-Zentralkommandos, das für die US-Streitkräfte im Nahen Osten zuständig ist, hat Hegseth demnach grünes Licht gegeben für die Verlegung einer Einheit einer amphibischen Einsatzgruppe sowie einer angegliederten Marine-Expeditionseinheit aus Asien an den Golf.
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Iran-Krieg: Diese Militäraktion soll die Straße von Hormus schützen
Die Rede ist laut dem Sender ABC von mindestens 2200 Marines und Seeleuten an Bord von drei amphibischen Schiffen sowie zusätzlich mehreren Kriegsschiffen. Dazu wird die in Japan stationierte USS Tripoli in den Nahen Osten abkommandiert. Welchen Auftrag die Marines dort genau ab wann erfüllen sollen, ob damit auch potenzielle hochgefährliche Einsätze an Land gemeint sind, ist bisher öffentlich nicht bekannt; das Pentagon mauert. Die Aktion wird in Washingtoner Militärkreisen als Indiz dafür gesehen, „dass Trump nicht länger hinnehmen will, dass der weltweite Öl-Handel von den Revolutionsgarden in Geiselhaft genommen wird“. Durch die akute „Verstopfung“ der Meerenge sind die Ölpreise massiv geklettert – auf über 100 Dollar pro Barrel. In den USA sind die Benzinpreise seit Beginn des Kriegs vor zwei Wochen um rund 22 % auf durchschnittlich 3,63 Dollar pro Gallone gestiegen.






