Nachdem er den Tod von Ajatollah Ali Chamenei befehligt hat, will Donald Trump auch bei der Nachfolgeregelung ein zentrales Mitspracherecht haben. Und danach ist klar: Mojtaba Chamenei, der 56-jährige Sohn des Obersten Religionsführers des Iran, kommt für den amerikanischen Präsidenten nicht infrage.
„Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel. Wir wollen jemanden, der Harmonie und Frieden in den Iran bringt“, sagte Trump in einem Kurz-Interview mit dem Nachrichten-Portal Axios. Jemand, der die Politik von Chamenei Senior fortsetzt, würde die USA „in fünf Jahren“ erneut in einen Krieg mit dem Iran zwingen.
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Wer kann Chamenei ersetzen? „Die meisten sind tot“
Gegenüber „Politico” variierte Trump seine Aussagen: „Wir werden mit dem Volk und dem Regime zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass jemand an die Macht kommt, der den Iran gut aufbauen kann, aber ohne Atomwaffen.“ Er ergänzte: „Ich werde einen großen Einfluss haben, oder sie werden keine Einigung erzielen, denn wir werden das nicht noch einmal machen müssen.“ Zu Mojtaba Chamenei sagte er dort: „Der Grund, warum der Vater ihm die Position nicht übertragen wollte, ist, dass sie ihn für inkompetent halten.“

Auf die Frage eines Reporters, wer Chamenei ersetzen könnte, hatte Trump zuletzt beinahe sarkastisch geantwortet: „Die meisten Personen, die wir im Auge hatten, sind tot.” Sprich: Opfer der gezielten israelisch-amerikanischen Luftschläge geworden.
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Trump ging in seinen jüngsten Medienäußerungen sogar so weit, die Situation in Teheran mit der in Venezuela nach dem Sturz von Präsident Maduro zu vergleichen. „Ich muss in die Ernennung einbezogen werden, wie bei Delcy in Venezuela“, sagte Trump. Gemeint ist Delcy Rodriguez, die frühere Vizepräsidentin, die nach Maduros Festnahme mit den USA kollaboriert.
Dass Trump sich so dezidiert zum künftigen Spitzenpersonal im Iran erklärt, überraschte Beobachter in Washington am Donnerstag. Sein Verteidigungsminister Pete Hegseth bestreitet nahezu täglich, dass das Ziel der „Operation Epischer Zorn” ein Regimewechsel in Teheran sei. Es gehe vordringlich um das Atom- und Raketenprogramm der Iraner.
„Die Menschen lieben, was gerade passiert“
Dass laut Umfragen eine Mehrheit der Amerikaner gegen den Iran-Einsatz ist, lässt der 47. Präsident nicht gelten. „Die Menschen lieben, was gerade passiert. Wir beseitigen eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten von Amerika, eine große Bedrohung, und wir tun dies auf eine Weise, wie es noch niemand zuvor gesehen hat.“ Während der Iran-Krieg an diesem Freitag eine Woche alt ist, hat Trump bereits das nächste Ziel anvisiert: „Kuba wird auch fallen”, sagte er.







