Meistens gibt es Schlimmeres, als den Urlaub in der Sonne noch ein wenig zu verlängern. Besonders, wenn für alles gesorgt ist: Unterkunft, Essen, kühle Getränke in der Hotellobby oder auf dem Sonnendeck. Doch jegliche Leichtigkeit ist dahin, wenn man sich inmitten einer Kriegsregion wiederfindet und nicht weiß, wie man nach Hause kommen soll.
So geht es derzeit Tausenden Urlaubern in Abu Dhabi, Dubai und Doha. Seit Israel und die USA den Iran angegriffen haben, sitzen die Reisenden fest. Die Rückflüge wurden gestrichen. Aussichten auf Änderung gab es zunächst nicht.
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Man fragt sich, wo ist das Auswärtige Amt, wenn man es braucht? Außenminister Johann Wadephul (CDU) reagierte jedoch zunächst einsilbig. „Wir machen das, was wir machen können“, sagte er am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Caren Miosga“. Das Auswärtige Amt habe seit sechs Wochen gewarnt, in die Region zu fahren.

Urlauber in Not: Andere sind schneller
Natürlich hat jeder Urlauber eine Eigenverantwortung bei der Wahl seines Reiseziels. Und sicherlich kann man nicht alles auf die Reiseveranstalter und die Bundesregierung abladen. Damit ist den Menschen, die nun festsitzen, aber nicht geholfen. Wadephul stieß seine Landsleute vor den Kopf. Er hätte es anders formulieren müssen.
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Am Montag dann die Wende - wenn auch schwerfällig: „Wir wollen Deutsche nach Hause bringen“, so Wadephul. Krisenteams seien unterwegs. „Wir werden so schnell wie möglich Maschinen für vulnerable Gruppen schicken.“ Wann diese extra gecharterten Maschinen starten würden, sei nicht klar. Das müsse sorgfältig vorbereitet werden.
Andere sind schneller: Die tschechische Regierung zum Beispiel schickt zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten, um ihre Bürger in Sicherheit zu bringen.





