In der Nordsee haben belgische und französische Kräfte einen Tanker der russischen Schattenflotte gestoppt und in den Hafen Zeebrugge eskortiert. Das erklärte der belgische Verteidigungsminister Theo Francken am Sonntag im Onlinedienst X. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach bei X von einem „wichtigen Schlag“ gegen die Schattenflotte, die Russland zur Umgehung der infolge des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen nutzt. 

„Die Sanktionen machen nur Sinn, wenn sie auch durchgesetzt werden“, schrieb der belgische Außenminister Maxime Prévot bei X. „Heute haben wir sie durchgesetzt“, fügte er hinzu.

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Frachter unter Guinea-Flagge: Verdacht auf gefälschte Dokumente

Der Frachter fuhr nach Angaben der belgischen Ermittlungsbehörden unter der Flagge Guineas. Bei einer Durchsuchung an Bord seien möglicherweise gefälschte Dokumente sichergestellt worden. „Wenn ein Schiff unter falscher Flagge fährt, bedeutet das, dass es sich nicht an mehrere internationale Regeln hält“, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter.

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Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte, solche Beschlagnahmungen seien notwendig, um Russland von den Ressourcen abzuschneiden, mit denen es den Krieg gegen die Ukraine finanziere.

Als Schattenflotte werden die oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe bezeichnet, mit denen Russland nach dem Angriffskrieg in der Ukraine verhängte Sanktionen umgeht, insbesondere das Öl-Embargo. 

pau/AFP