Mit Ausnahme des weiblichen Spitzentrios der Linken greifen nur Männer bei der anstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg nach der Macht. Und die stolpern nun reihenweise über ihre eigenen Aussagen. Nachdem ein brisantes Video mit sexistischen Aussagen über eine Schülerin CDU-Mann Manuel Hagel in Bedrängnis gebracht hatte, sorgt nun mit Andreas Stoch (SPD) der nächste Spitzenkandidat für Aufsehen. Bei Stoch geht es weniger um Sexismus als um Entenpastete.

Für ein TV-Porträt begleitete der SWR den SPD-Spitzenkandidaten wenige Tage vor der Wahl bei einem Besuch der Tafel in Bühl. Beim anschließenden Rastplatz-Stopp vergaß Stoch offensichtlich, dass die Kamera noch lief, und bewies – zumindest in der Szene – wenig politisches Fingerspitzengefühl.

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SPD-Spitzenkandidat Stoch schickt seinen Fahrer nach Frankreich, um Entenpastete zu kaufen

Mit gedämpfter Stimme erteilte Stoch seinem Fahrer demnach einen kleinen Extraauftrag: „Wenn du mich jetzt in Baden-Baden rauslässt, machst du noch ’ne Runde?“ Der SPD-Mann erwähnt dabei nicht, worum es geht. Doch scheinbar versteht sein Fahrer den Auftrag sofort. „Dann schickst du mir ein Bild von der Auslage und ich sage dir, was du mir bringst“, so der Politiker. Zunächst blieb unklar, wovon Stoch spricht. Erst auf SWR-Nachfrage erklärte der Jurist, dass er bei Terminen in Baden-Baden immer noch die Gelegenheit nutze, mal kurz in Frankreich auf Shoppingtour beim Metzger zu gehen. „Eine schöne Entenpastete ist was Herrliches“, erklärte Stoch.

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Stoch sprach am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion der „Badischen Neuesten Nachrichten“ von einem „Fettnapf“, in den er marschiert sei. Von einem Luxus-Einkauf könne nicht die Rede sein, so Stoch. „Es ging tatsächlich um Leberwurst. Und die kostet 1,80 Euro pro 100 Gramm.“

Die Sequenz müsse im Kontext des Besuchs im Tafelladen irritierend wirken, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Das bedauere ich sehr, denn auch bei dem Besuch bei der Tafel ging es mir um die vielen Menschen, die Unterstützung brauchen.“