Rückschlag für das Pharma-Unternehmen Moderna: Die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel will vorerst den neuen mRNA Grippe-Impfstoff des Herstellers nicht für die Zulassung freigeben – geschweige denn die Prüfung dafür einleiten. Das gab das Unternehmen selbst bekannt. Dazu veröffentlichte Moderna das Ablehnungsschreiben der Behörde.

Die teilte Moderna demnach Anfang Februar mit, dass der Antrag keine „ausreichende und gut kontrollierte“ Studie enthalte, da die Kontrollgruppe nicht dem „zum Zeitpunkt der Studie in den USA besten verfügbaren Behandlungsstandard“ entspreche. Bei dem Unternehmen ist man von der Ablehnung offenbar völlig überrascht worden. Auch weil die Behörde bislang signalisiert habe, dass der Impfstoff zugelassen werden könne. Moderna hatte alle dafür notwendigen Studien durchführen lassen.

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Die neue US-Regierung verfolgt seit Beginn einen eher ungewöhnlichen Ansatz in der Gesundheitspolitik: Die zuständige Behörde im Fall Moderna ist dem US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. unterstellt. Kennedy ist Impfskeptiker und hat zuletzt die für Kinder empfohlenen Impfungen reduziert. Zudem haben ihm unterstellte Behörden laut CNN in den vergangenen Monaten 22 Projekte zur Entwicklung von mRNA Impfstoffen im Umfang von rund 500 Millionen Dollar eingestellt. Moderna rechnet damit, dass sein Grippe-Impfstoff nun zuerst in Europa zugelassen werden könnte.

lro