Vor Bundeskanzler Friedrich Merz lag noch ein ganzer Besuchstag am Persischen Golf, als bereits seine nächsten Reisepläne durchsickerten: Nach Informationen dieser Redaktion bricht der Kanzler Anfang März nach Washington auf; US-Präsident Donald Trump hat ihn ins Weiße Haus eingeladen.

Die Einladung ist bemerkenswert: Zwar ist es transatlantische Tradition, dass Kanzler und US-Präsidenten sich einmal im Jahr begegnen. Doch in der Trump-Ära gilt keine Tradition als sicher. Und kurz nach den Spannungen um Grönland und der US-Drohung mit neuen Zöllen ist eine persönliche Begegnung mit Trump umso wertvoller.

China- und USA-Reisen: Merz plant wichtige Besuche

Der „Außenkanzler“ begibt sich also in den nächsten Wochen auf zwei wichtige Trips, erst Ende Februar zum Antrittsbesuch nach China, bald darauf dann in die USA. Auch auf der Golfreise war der irrlichternde Mann im Weißen Haus omnipräsent.

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Rettet Merz die SPD?
Rambo Zambo – Der Merz-Podcast
 

Merz’ erklärtes Ziel in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) war, neue strategische Partnerschaften zu schließen. Mehrmals betonte Merz, man könne sich auf Deutschland verlassen – anders als auf die USA, so der Subtext. Aus Sicht des Kanzlers muss er auch den Vertrauensverlust kompensieren, den die Ampel-Regierung mit ihrer restriktiven Rüstungspolitik und allzu moralisierenden Statements zur Menschenrechtslage erzeugt habe. Insofern sieht man es in Regierungskreisen als „große Ehre“, dass VAE-Präsident Mohamed bin Zayed den Kanzler persönlich vom Palast ins Restaurant chauffierte.

Zwar kann Merz keine greifbaren Resultate in Form von Verträgen vorweisen, aber er schwärmte von der „deutlich steigenden Auftragslage“ und wachsenden Investitionen. Da er sich zudem intensiv über die Krisen- und Kriegsgebiete Iran und Ukraine hätte austauschen können, zähle diese Reise zu seinen „wichtigsten Besuchen“ der letzten Zeit.