Was war das für eine Woche. Der amerikanische Präsident hat eine militärische Übernahme Grönlands angedroht und wieder abgesagt. Ein brutaler Handelskrieg gegen Europa war angekündigt und ist schon wieder gestrichen. Die wichtigsten Partner der USA wurden in Davos auf offener Bühne wie Schulbuben beleidigt und die Nato beschuldigt, nicht für die USA geradezustehen. Und das alles zwischen Mittwoch und Donnerstag. Politik-Irrsinn im Schnelldurchlauf – zum Glück ist er einigermaßen gut geendet.

Allzu erleichtert sollten Europas Spitzenpolitiker aber nicht ins Wochenende fahren. Allen muss klar geworden sein: Auf diese US-Administration ist kein Verlass mehr und der nächste unfreundliche Akt ist nur eine Frage der Zeit.

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Sucht man das Gute im Schlechten, kann man feststellen: Es gibt in Europa eine Lernkurve im Umgang mit dem 47. amerikanischen Präsidenten. Das gemeinsame Eintreten für ein schmerzhaftes Paket mit Gegenzöllen hat schnell gewirkt und Donald Trump an seiner empfindlichsten Stelle getroffen: dem Geld.

Jörg Quoos ZRB
Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion© FFS | Reto Klar

Der Dealmaker-Präsident, der laut Forbes im ersten Amtsjahr sein Vermögen um 2,7 Milliarden Dollar steigern konnte, blickt immer mit einem Auge auf die Wall Street. Sinkende Kurse, ein schwacher Dollar, steigende Verbraucherpreise und der Ausverkauf bei US-Staatsanleihen bringen Ärger mit den Buddys an der Wall Street und haben ihn am Ende zum Einlenken bewegt.

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Das muss der Weg sein, um künftige Zumutungen abzuwehren. Entschlossenheit und schnelles Handeln, das weh tut. Dann brauchen die Spitzen der EU auch keine „Knieschoner“, die Kaliforniens Gouverneur in Davos potenziellen Trump-Bücklingen verkaufen wollte.