US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag bei einem Auftritt vor seinen Anhängern seine scharfe Kritik an Europa fortgesetzt. Während der Rede im Ort Mount Pocono im umkämpften US-Bundesstaat Pennsylvania sagte er: „Sie sollten besser vorsichtig sein, denn Einwanderung und Energie werden Europa zerstören.“ Die Einwanderungspolitik sei so schlecht, dass sie „unser schönes Europa“ zerstöre. „Ich liebe Europa“, schob Trump nach.
Trump appellierte außerdem an Großbritannien, Öl in der Nordsee zu fördern. Er habe dem britischen Premierminister Keir Starmer den Rat gegeben, diese „großartige Energiequelle“ in der Nordsee zu nutzen, sonst werde der Brite nach Trumps Einschätzung nicht lange im Amt bleiben. Der US-Präsident kritisierte zugleich die Windkraftförderung in Schottland, die teuer sei.
In der vergangenen Woche wurde die neue Sicherheitsstrategie der US-Regierung in Trumps zweiter Amtszeit veröffentlicht. Darin ist die Rede von einem angeblichen Verlust der Demokratie und der Meinungsfreiheit in Europa. Der Kontinent stehe vor großen Problemen, heißt es in dem Dokument. Dazu zählen nach Ansicht der US-Regierung unter anderem die „Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition, abstürzende Geburtenraten sowie der Verlust nationaler Identitäten und des Selbstvertrauens“. Das Papier löste Empörung in Europa aus.
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Trump: Angeschossener Nationalgardist ist aufgestanden
Gewohnt chaotisch wich Trump immer wieder vom Redemanuskript ab, laut dem er eigentlich über das Thema der weiterhin hohen Verbraucherpreise sprechen sollte. Stattdessen griff er die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar an, die somalische Wurzeln hat. Aus der Menge seien Rufe wie „Schickt sie zurück nach Somalia!“ zu hören gewesen, berichtet „NBC News“. Seinen Amtsvorgänger Joe Biden nannte er an einer Stelle einen „son of a bitch“ (Hurensohn).
Trump berichtete außerdem, dass zwei Wochen nach den Schüssen auf zwei Nationalgardisten in Washington der Überlebende sich offenbar weiterhin auf dem Weg der Besserung befindet. Die Mutter des Mannes habe ihn heute angerufen und gesagt, dass er aus dem Bett aufgestanden sei, erklärte er. „Er hat nicht gesprochen.“ Das könne er noch nicht. Er sei schließlich am Kopf getroffen worden. Trump bekräftigte, dass dem festgenommenen Verdächtigen die Todesstrafe drohe.
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Trump sieht sich als Friedensstifter zwischen Thailand und Kambodscha
In der Rede äußerte sich Trump auch zum neu entbrannten Grenzkonflikt zwischen den Nachbarstaaten Thailand und Kambodscha. Er wolle sich erneut als Vermittler einschalten. „Morgen muss ich einen Anruf tätigen“, sagte er mit Verweis auf die jüngsten Gefechte.
Vor seinen Anhängern rief Trump: „Wer sonst könnte schon sagen, ich werde einen Anruf tätigen und einen Krieg zwischen zwei sehr mächtigen Ländern, Thailand und Kambodscha, beenden.“ Zuvor hatte Trump alle Friedensvereinbarungen aufgelistet, die seiner Ansicht nach ihm als Vermittler zu verdanken sind - darunter jene zwischen den beiden südostasiatischen Ländern.
Rund sechs Wochen nach Unterzeichnung eines Waffenruheabkommens zwischen Thailand und Kambodscha ist die Gewalt an der gemeinsamen Grenze wieder vollends eskaliert. Vielerorts entlang der 800 Kilometer langen Grenze gab es am Dienstag heftige Gefechte. Zehntausende Bewohner des Gebiets mussten in Schutzunterkünfte oder sicherere Landesteile flüchten.
os/dpa









