Sozialverbände befürworten Rentenpaket – Familienunternehmer sind skeptisch
Die Sozialverbände begrüßen die Verabschiedung des Rentenpakets: „Die heutige Entscheidung öffnet den Raum für eine sachliche Debatte über die Zukunft der gesetzlichen Rente und schützt die Rentnerinnen und Rentner in den kommenden Jahren vor Kaufkraftverlusten“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele.
Mit Blick auf die geplante Rentenkommission, die bis zum Sommer weitere Vorschläge vorlegen soll, um die Finanzierung der Rentensysteme zukunftsfest zu machen, sagte sie: „Von Zielvorgaben bei der Kürzung des Rentenniveaus oder der Anhebung der Regelaltersgrenze halte ich gar nichts. Vielmehr brauchen wir Anpassungen mit Augenmaß, die nicht zu höheren Rentenabschlägen führen und damit die Altersarmut verschärfen.“ Sie sprach sich dafür aus, dass künftig auch weitere Berufsgruppen wie Beamte, Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rente einzahlen sollten.
Ähnliches forderte auch der Paritätische Wohlfahrtsverband. Er wertete das beschlossene Rentenpaket als einen „wichtigen Schritt zur Stärkung der Rente über alle Generationen hinweg“. Der Paritätische mahnte zudem, dass die geplante Rentenkommission die Kompetenz der Sozial- und Wohlfahrtsverbände einbeziehen solle.
Der Verband Die Familienunternehmer dagegen kritisierte die Beschlüsse. Präsidentin Marie-Christine Ostermann sagte: „Das Ziel muss sein, wieder Wirtschaftswachstum zu schaffen und Arbeitsplätze zu sichern. Das Rentenpaket leistet beides nicht.“ Das Festschreiben der Haltelinie bis 2031 und darüber hinaus bedeute höhere Schulden und steigende Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Dies schade dauerhaft der deutschen Wettbewerbsfähigkeit.