Wenn vom 17. bis 21. November in Dubai die internationale Luft- und Raumfahrtmesse ihre Tore öffnet, will Russland nicht nur Technik vorführen, sondern Eindruck schinden: Wie das Fachmagazin „Flugrevue“ berichtet, plant der Staatskonzern Rostec seinen Tarnkappenjäger Suchoi Su-57E nicht nur auf dem Boden zu präsentieren, sondern auch in der Luft – mit einem Flugprogramm über der Skyline der Emirate-Metropole.

Für die Golfstaaten ist der Auftritt eine Premiere. Noch nie zuvor wurde der russische Stealth-Jet in der Region öffentlich gezeigt.

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Telegram Sneak-Peak: Russland zeigt erstmals geheime Details seines Tarnkappenjets

Kurz vor Beginn der Messe hat die russische United Aircraft Corporation (UAC) mit einer ungewöhnlichen Veröffentlichung für Aufsehen gesorgt. Auf seinem offiziellen Telegram-Kanal präsentierte der Konzern erstmals Videoaufnahmen der Suchoi Su-57 mit geöffneten Waffenschächten.

Das Material zeigt einen Prototyp des Jets beim Flug mit sichtbarer Bewaffnung – ein seltener Einblick nach mehr als 15 Jahren Entwicklungszeit. In dem Clip, über den unter anderem „WinFuture“ berichtete, sind Raketen zu sehen, die normalerweise tief im Rumpf des Flugzeugs verborgen bleiben.

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Suchoi Su-57: Was macht den Jet so besonders?

Die Suchoi Su-57 ist Russlands erster Versuch, ein echtes Tarnkappen-Kampfflugzeug zu bauen – also einen Jet, der für Radar deutlich schwerer zu erfassen ist als gewöhnliche Jagdflugzeuge. Ein zentrales Merkmal der Su-57 ist, dass ihre Waffen innen statt außen am Flugzeug transportiert werden können. So bleibt die glatte, radarabsorbierende Oberfläche erhalten. Während US-amerikanische Muster wie die F-22 oder F-35 diese Technik schon länger nutzen, zieht Russland mit der Su-57 technologisch nach.

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Wie weit Russland mit dieser Technik tatsächlich ist, zeigen nun die Aufnahmen der United Aircraft Corporation (UAC). Im Video ist zu sehen, dass die Maschine über vier interne Waffenschächte verfügt: zwei große Buchten zwischen den Triebwerken und zwei kleinere an den Flügelwurzeln. Laut „WinFuture“ lassen sich dort je nach Auftrag verschiedene Waffen unterbringen – etwa Anti-Radar-Raketen zur Bekämpfung gegnerischer Luftabwehr oder präzisionsgelenkte Luft-Boden-Raketen für Angriffe auf Bodenziele – und zwar ohne externe Lasten, die die Tarnwirkung beeinträchtigen würden.

Rostec hebt zudem hervor, die Su-57 sei mit präzisionsgelenkter Bewaffnung und einer verkleinerten Radarsignatur ausgerüstet. Vereinfacht gesagt: Der Jet ist so gebaut, dass er möglichst unbemerkt in ein Gefechtsgebiet eindringen und so genaue Schläge ausführen kann.

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Russlands neue Luftfahrtprojekte: Jak-130M und Ansat-M als Begleitausstellung

Wie das Fachmagazin „Flugrevue“ berichtet, nutzt Russland die Dubai Airshow nicht nur für den großen Auftritt seines Tarnkappenjets Su-57, sondern auch, um weitere Neuheiten der heimischen Luftfahrtindustrie zu präsentieren – allerdings mit weniger Showeffekt. Der Trainingsjet Jak-130M wurde technisch überarbeitet und kann nun auch als leichter Kampfjet eingesetzt werden. Laut Hersteller erhielt die Maschine aktualisierte Elektronik, stärkere Triebwerke und ein neues Selbstschutzsystem, das sie für Einsätze in Konfliktzonen tauglich machen soll.

Ebenfalls präsentiert wird der Mehrzweckhubschrauber Ansat-M, der erstmals vollständig mit russischen Komponenten ausgestattet ist. Damit will Moskau zeigen, dass es trotz der Sanktionen im Zuge des Ukraine-Kriegs zunehmend in der Lage ist, komplexe Luftfahrtsysteme eigenständig zu entwickeln und zu fertigen.

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Su-57 im Exportfokus: Russland sucht Käufer für seinen Tarnkappenjet

Der auffällige Auftritt in Dubai hat einen klaren Hintergrund: Russland sucht neue Abnehmer. Seit Jahren kämpft das Land mit begrenzten Bestellungen im Inland – die russischen Streitkräfte haben laut der Nachrichtenagentur „TASS“ bislang nur 76 Exemplare des Jets geordert, weit weniger als ursprünglich geplant. Diese geringe Stückzahl treibt die Produktionskosten pro Einheit in die Höhe und erschwert den Export.

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#23 Jan van Aken über Waffen, Viren und das Geheimnis von Heidi Reichinnek
Meine schwerste Entscheidung
 

Um Vertrauen in das Programm zu schaffen, verweist die Führung auf den praktischen Einsatz des Jets. Rostec-Chef Sergej Tschemesow sagte laut „Flugrevue“, die Su-57 sei „bereits in militärischen Operationen getestet“ worden – nähere Angaben machte er jedoch nicht. Beobachter vermuten, dass der Jet in begrenztem Umfang über der Ukraine eingesetzt wurde, möglicherweise zu Erprobungszwecken.

Trotz dieser Einsätze bleibt das Interesse im Ausland begrenzt. Bislang hat lediglich Algerien einen Kaufvertrag abgeschlossen. Indien, ursprünglich Partner im Entwicklungsprogramm, stieg aus Unzufriedenheit über Kosten und Technologieverteilung aus. In Dubai hofft Russland nun auf neue Interessenten – vor allem aus den Golfstaaten, wo milliardenschwere Programme zur Modernisierung der Luftstreitkräfte laufen.