Die Menschen tanzen. Einige liegen sich in den Armen, sei es mit einem Familienmitglied oder einem Freund. Andere rufen: „Es ist vorbei!“ In Khan Younes und Gaza-Stadt hüpfen Kinder vor Freude über das mögliche Ende des zweijährigen Kriegs im Gazastreifen. Und ein kleines Mädchen freut sich, wieder nach Hause gehen zu können.

Videos und Fotos von den Feiern im Gazastreifen gehen derzeit um die Welt. In der Nacht zu Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump bekannt gegeben, dass Israel und die Hamas der ersten Phase seines Plans für „einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten“ zugestimmt haben.

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Im Gazastreifen feiern Palästinenser die Einigung

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, erklärte, die Vereinbarung mache ihm „Hoffnung, dass diese Bemühungen ein Auftakt zu einer dauerhaften politischen Lösung” in der Region sein werden. Eine solche Lösung müsse „ein Ende der israelischen Besatzung” beinhalten und zur „Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates” führen.

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Vor allem im Gazastreifen kam diese Nachricht ebenfalls gut an. Gaza-Bewohnerin Haneen El-Shaer freut sich auf den Waffenstillstand. Sie wusste nicht, so erzählt sie es unserer Redaktion, ob sie sich freuen oder weinen sollte. „Wir haben die Nachrichten gehört, aber ich konnte es nicht glauben, dass es endlich vorbei ist.“ Aus Freude haben viele Palästinenser auf den Straßen getanzt und gelacht. „Einige haben sogar in die Luft geschossen, weil sie sich so sehr darüber freuen, dass der Krieg möglicherweise vorbei sein könnte“, so die 33-Jährige.

Gazastreifen: Palästinenser bleibt trotz Einigung zurückhaltend

Palästinenser hoffen jetzt, dass der verabredete Waffenstillstand diesmal halten wird. „Dieser Krieg hat unsere Seelen erschöpft und wir träumen nur noch von ein bisschen Sicherheit. Wir hatten gehofft, dass der Krieg wirklich endet und wir unversehrt bleiben, aber vielen von uns ist das nicht gelungen“, sagt Haneen.

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Auch in Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens versammelten sich nach der Ankündigung Dutzende Menschen, um ihre Freude über das Abkommen zu äußern. Alla Abu Samak bleibt jedoch zurückhaltend. „Ich habe Angst, dass Israel nach der Freilassung der israelischen Geiseln die Angriffe wieder aufnimmt“, sagt der 38-Jährige.

Der Palästinenser hatte vor ein paar Wochen sein Zuhause im Norden der Stadt Gaza verlassen, nachdem die israelische Armee mit der Offensive auf die Stadt begonnen hatte. „Dieser Krieg hat mich zermürbt“, sagt er. Deshalb sei für ihn jetzt am wichtigsten, diesen Krieg zu stoppen. „Egal, wie und zu welchen Bedingungen. Wir sind alle müde davon. Wir wollen endlich mit unseren Kindern in Frieden leben.“