Tesla-Chef Elon Musk rief am Mittwoch seine mehr als 227 Millionen Follower auf X (ehemals Twitter) dazu auf, ihr Netflix-Abo zu kündigen. Der Tech-Milliardär teilte einen Beitrag eines Nutzers, auf dem ein Trojanisches Pferd zu sehen ist, das Netflix symbolisieren soll und im Inneren die Aufschrift „Transgender Woke Agenda“ trägt. Musk schrieb dazu: „Kündigen Sie Netflix für die Gesundheit Ihrer Kinder.“ Auch nachfolgend kommentiere er Boykott-Aufrufe mit der knappen Aufforderung „Cancel Netflix“.
Im Mittelpunkt der Kritik steht die animierte Serie „Dead End: Paranormal Park“. Die Netflix-Produktion lief 2022 zwei Staffeln lang und wurde Anfang 2023 eingestellt. Einer der Hauptcharaktere, Barney, outet sich in der Handlung als trans. Der Charakter spricht davon, „nie glücklicher“ gewesen zu sein und betont, wie wichtig es sei, „sein Leben ohne Entschuldigung zu leben“.
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Der rechte Account „Libs of TikTok“ verbreitete diese Szene und warf Netflix vor, damit „pro-transgender Inhalte“ auf „siebenjährige Kinder“ loszulassen. Zusätzlich zirkulierten Clips anderer Netflix-Produktionen, etwa aus der Kinderserie „Cocomelon“, in der ein Junge im Tutu tanzt – an der Seite seiner beiden Väter.
Elon Musk ruft zu Netflix-Boykott auf: Auswirkung unklar
Musks familiärer Hintergrund könnte seinen Anti-Trans-Aktivismus miterklären. Seine Tochter Vivian Jenna Wilson, heute 21 Jahre alt und selbst trans, hat sich öffentlich von ihm distanziert und seinen Nachnamen abgelegt. Musk selbst sprach in einem Interview mit dem umstrittenen Psychologen Jordan Peterson 2024 davon, dass der „woke mind virus“ die Beziehung zu seiner Tochter zerstört habe.
Cancel Netflix for the health of your kids https://t.co/uPcGiURaCp
— Elon Musk (@elonmusk) October 1, 2025
Ob Musks jüngster Ausfall tatsächlich Folgen für Netflix hat, ist schwer zu messen. Auf Google Trends stieg die Suchanfrage „Cancel Netflix“ am Mittwoch allerdings deutlich an, in sozialen Netzwerken kursierten Screenshots von Kündigungsbestätigungen. An den Finanzmärkten fiel die Aktie des Unternehmens zwischenzeitlich um rund zwei Prozent – auch wenn dies in einem insgesamt schwankenden Marktumfeld geschah.
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Schon in der Vergangenheit hatte Musk mehrfach zu Boykotten aufgerufen: Er forderte seine Anhänger auf, Facebook zu löschen, griff die US-Nachrichtenorganisation NPR an und drohte, iPhones in Tesla-Firmengebäuden zu verbieten. Netflix selbst hat sich bislang nicht zu Musks jüngsten Äußerungen geäußert.








