Die russische Armee bedient sich für ihren Angriffskrieg gegen die Ukraine einer neuen Taktik. Bekannt war bislang, dass das Heer von Wladimir Putin mit Soldaten aus Nordkorea aufgestockt wird. Doch neben diesem und weiteren asiatischen Unterstützern scheint Russland nun auch einen Verbündeten auf der anderen Seite des Erdballs gefunden zu haben: Mehr als 20.000 Männer aus Kuba sollen für Putins Armee kämpfen.
Diese Beobachtung sei Gegenstand eines Treffens zwischen dem ukrainischen Militärgeheimdienst und Mitgliedern der US-Behörde für nationale Sicherheit in Florida in der vergangenen Woche gewesen, wie der „Daily Express“ berichtet. Demnach habe Andriy Yusov, ein Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes, erklärt: „Unsere gut unterrichteten Quellen berichteten uns, dass mindestens 20.000 Menschen aus Kuba bereits ihre Dokumente ausgefüllt haben und somit rekrutiert wurden, um für Russland zu kämpfen.“ Die Ukraine habe bereits in den vergangenen Monaten die Identität von über 1000 Söldnern bestätigen können, die im Kampf entweder gefangen genommen oder getötet wurden.
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Kubanische Söldner für Russland: Das ist der große Vorteil für Putin
Diese angeheuerten Kämpfer sollen im Schnitt 35 Jahre alt sein und einen durchschnittlichen Monatslohn von 2000 Dollar bekommen, soll Yusov hinzugefügt haben. „Das ist das Alter, in dem man Familien gründet und im Beruf durchstartet. Aber leider haben sich diese Menschen dazu entschieden, in den Krieg zu ziehen.“
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Wie es in dem Bericht weiter heißt, sei das Anheuern von ausländischen Soldaten für das russische Militär und die russische Regierung durchaus vorteilhaft. „Wenn ein Ausländer stirbt, gibt es keine Hinterbliebenenrenten und Verantwortlichkeiten. Es gibt auch keine Verwandten innerhalb Russlands, die unglücklich über den Krieg sind“, soll Yusov gemutmaßt haben. Das Treffen der ukrainischen Militärangehörigen mit US-Vertretern zielte zudem darauf ab, dass die USA Maßnahmen gegen Kuba für ihre Beteiligung am Ukraine-Krieg einleiten sollen.

Russland stockt Soldaten auf: Neue Taktik im Krieg gegen die Ukraine
Des Weiteren berichtet das US-amerikanische Institute for the Study of War (ISW), dass Russland eine neue Strategie einschlägt. Laut einem russischen Insider sollen in diesem Jahr bereits knapp 300.000 neue Soldaten rekrutiert worden sein. Diese seien jedoch nicht für den unmittelbaren Einsatz an der Front eingeplant, sondern als Teil einer Reserve-Einheit. Wie groß diese genau ist, ist nicht bekannt.
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Da sich die Fronten in dem nun seit über drei Jahren andauernden Krieg zunehmend verhärtet haben, setzt Russland auf langsamere Gebietsgewinne durch gezieltes Vorrücken kleinerer Einheiten. Damit ist die Phase der menschlichen Wellen, die vielen russischen Soldaten schnell das Leben kostete, vorbei. Nachdem in der ersten Jahreshälfte 2025 noch monatlich zwischen 32.000 und 48.000 tote russische Soldaten gestorben waren, waren es im August nur noch 29.000.
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Diese Entwicklung soll dem russischen Militär den benötigten Spielraum geben, um weitere Kämpfer erst später einsetzen zu müssen. Laut ISW-Experten wolle Putin die Ukraine und auch den Westen durch diesen Abnutzungskampf zermürben und gleichzeitig mit den Reservisten alle Mittel für eine mögliche Groß-Offensive gegen die Ukraine und auch die Nato in der Hand zu haben.










