Erst kürzlich sorgten neue Rekordwerte für die AfD in Sachsen-Anhalt für Aufsehen. Demnach käme die in Teilen gesichert rechtsextreme Partei bei Landtagswahlen auf 39 Prozent der Wählerstimmen. Der Aufwärtstrend der AfD setzt sich offenbar aber auch auf Bundesebene fort. Laut ARD-Deutschlandtrend von Mittwoch erreicht die Partei mit 25 Prozent ihren bisherigen Höchstwert. Und auch im jüngsten ZDF-Politbarometer kommt de AfD auf 25 Prozent (plus 2) und liegt damit nur noch zwei Prozentpunkte hinter der CDU, die unverändert 27 Prozent erreicht.
Die SPD bliebe bei 15 Prozent, die Grünen und die Linke würden sich jeweils leicht verschlechtern und 11 Prozent beziehungsweise 10 Prozent (beide minus 1) erreichen. Das BSW und die FDP könnten nach wie vor mit jeweils 3 Prozent rechnen, alle anderen Parteien erhielten zusammen 6 Prozent (unverändert), darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde. Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot weiterhin keine parlamentarische Mehrheit .
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ZDF-Politbarometer: Unzufriedenheit mit Arbeit der Bundesregierung auf Höchstwert
Der Arbeit der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) stellen die befragten Bürgerinnen und Bürger laut ZDF-Politbarometer kein gutes Zeugnis aus. 46 Prozent der Befragten attestieren ihm eher gute Arbeit, genauso viele (46 Prozent) bewerten sein Tun negativ (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“). Auch die Unzufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung erreicht einen neuen Höchstwert: 51 Prozent der Deutschen stellen der Koalition ein schlechtes Zeugnis aus, für 41 Prozent macht sie ihre Sache eher gut. Zudem ist nur eine Minderheit von 40 Prozent der Meinung, dass CDU/CSU und SPD in der Bundesregierung zukünftig eher gut zusammenarbeiten werden. 55 Prozent, darunter auch jeweils knapp ein Drittel der Unions- und SPD-Anhänger, glauben das nicht.
An den Erfolg eines von Bundeskanzler Friedrich Merz ausgerufenen „Herbst der Reformen“ mit Blick auf den Sozialstaat glauben der Umfrage zufolge nur wenige Wahlberechtigte. Verbesserungen im Gesundheitswesen erwarten lediglich 25 Prozent der Befragten, bei Rente und Alterssicherung rechnen mit 23 Prozent noch weniger damit, wie aus dem aktuellen ZDF-„Politbarometer“ der Forschungsgruppe Wahlen hervorgeht. 72 beziehungsweise 75 Prozent glauben nicht an Bewegung in beiden Bereichen.

Ebenso zeigen die Daten, dass immer weniger Menschen davon ausgehen, dass Schwarz-Rot einen wichtigen Beitrag zur Ankurbelung der Wirtschaft leisten wird: 48 Prozent und damit fast die Hälfte der Befragten sind gegenteiliger Ansicht. Grundsätzlich stellen 51 Prozent der knapp 1300 Befragten der Arbeit der Koalition aktuell ein schlechtes Zeugnis aus.

Beim innerhalb der Koalition umstrittenen Thema Steuererhöhungen sagen 68 Prozent, dass sie für eine stärkere Besteuerung hoher Einkommen wären – darunter sind mit 56 Prozent auch mehr als die Hälfte der Unions-Anhänger.
Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 2. bis 4. September 2025 bei 1269 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.
tok mit dpa



![Friedrich Merz (CDU) und Bärbel Bas (SPD) im Juni im Bundeskanzleramt. Pressekonferenz [press conference] nach der ?bergabe des Berichts der Altersicherungskommission zur Rentenreform in Berlin](https://img.sparknews.funkemedien.de/413277497/413277497_1790592399_v16_9_1200.jpeg)

