Auf der griechischen Urlaubsinsel Rhodos haben heftige Regenfälle in der Nacht zum Montag schwere Überschwemmungen verursacht. Rund 17 Stunden lang regnete es nahezu ununterbrochen.
Besonders schwer traf es die Region um Archangelos im Osten der Insel. Straßen standen unter Wasser, Schlamm und Geröll drangen in Häuser und Geschäfte ein. Nach Angaben des griechischen Nachrichtensenders ERTNews wurden mindestens 60 Fahrzeuge von den Fluten erfasst und beschädigt.
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Überschwemmungen auf Rhodos: Straßen zerstört, Häuser unter Wasser
Der Gemeindevorsteher von Archangelos, Christos Ikoutas, sprach gegenüber ERTNews von einer „biblischen Katastrophe“. Straßen seien beschädigt oder unpassierbar, Erdrutsche hätten weitere Verkehrswege blockiert. Auch sein eigenes Haus blieb nicht verschont. „Von etwa halb zwei, zwei Uhr nachts bis zum Morgen habe ich Wasser aus meinem Haus geschöpft“, berichtete Ikoutas. An einer beschädigten Brücke habe sich zudem unter der Fahrbahn ein gefährlicher Hohlraum gebildet.
Noch in der Nacht reagierten die Behörden. Um 3.30 Uhr verschickte der griechische Zivilschutz über das Warnsystem 112 eine Nachricht an Bewohner und Besucher der Insel. Sie sollten unnötige Fahrten vermeiden und den Anweisungen der Behörden folgen. Am Montagvormittag um 10.52 Uhr wurde die Warnung erneuert.
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In Archangelos, Kolymbia und Kalathos wurden mehrere Straßen gesperrt. Feuerwehr, kommunale Einsatzkräfte und freiwillige Helfer bemühten sich, überflutete Gebäude zu sichern und Verkehrswege freizuräumen. Auch der Schulunterricht fiel am Montag in Archangelos, Afandou und im Süden der Insel aus. Die Gemeinde begründete die Entscheidung mit möglichen Gefahren auf dem Schulweg.
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Unwetter in Griechenland: Auch Samos und Volos von Überschwemmungen getroffen
Nicht nur Rhodos war von den Unwettern betroffen. Auch auf den Ägäisinseln Samos und Kalymnos sowie in der Hafenstadt Volos auf dem griechischen Festland kam es zu Überschwemmungen.
Nach Angaben von ERTNews gingen bei der Feuerwehr bis Montagvormittag insgesamt 58 Hilferufe aus den betroffenen Regionen ein, allein 28 davon auf Samos. Dort trat bei Heraion ein Bach über die Ufer und überflutete Häuser und Keller. Einsatzkräfte pumpten das Wasser ab, während Bagger Schlamm und Geröll beseitigten. Auch in Volos musste die Feuerwehr überflutete Gebäude auspumpen und umgestürzte Bäume entfernen.
Eine Entwarnung war zunächst nicht in Sicht. Der griechische Wetterdienst EMY hatte für mehrere Regionen die zweithöchste Warnstufe Orange ausgerufen. Auch für Dienstag, den 3. November, wurden weitere heftige Regenfälle und Gewitter erwartet, vor allem im Westen und Norden Griechenlands sowie auf den östlichen Ägäisinseln. In einigen Regionen sollten die Unwetter bis zum Nachmittag anhalten.
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Die Unwetter treffen Rhodos zu einer Zeit, in der die Insel noch immer Urlauber anzieht. Gerade im Herbst ist das Eiland wegen seines milden Klimas beliebt, wenn die große Sommerhitze vorüber ist und die Strände leerer werden.
Auch für deutsche Familien kommt der Starkregen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Während die Herbstferien in den meisten Bundesländern bereits vorbei sind, haben sie in Bayern erst am Montag, dem 2. November, begonnen. Dort bleiben die Schulen bis einschließlich 6. November geschlossen, wie aus dem Ferienkalender der Kultusministerkonferenz hervorgeht. Wie viele deutsche Urlauber von den Überschwemmungen betroffen sind, ist bislang unklar. Wer sich derzeit auf Rhodos aufhält, muss jedoch mit Straßensperrungen und Einschränkungen bei Ausflügen rechnen.
mit dpa


