Am Nürnberger Flughafen sorgte am Dienstagmittag ein Alarm für einen Polizeieinsatz. Grund dafür war eine zunächst nicht bestätigte, mutmaßliche Luftnotlage. Der aus dem Cockpit gesendete Notfallcode 7500 deutete auf eine mögliche Flugzeugentführung hin. Weil die Crew anschließend über Funk nicht mehr erreichbar war, mussten die Einsatzkräfte zunächst vom Schlimmsten ausgehen. Wenig später konnte jedoch Entwarnung gegeben werden: „Die Überprüfungen vor Ort haben ergeben, dass keine Gefahr besteht“, teilte die Polizei mit. Möglicherweise war ein defektes Funkgerät die Ursache für den Alarm. Die Ermittlungen dazu laufen.

Alarm am Flughafen Nürnberg: Passagiermaschine sicher gelandet

„Die Passagiere sind noch drin“, sagte ein Polizeisprecher kurz nach der Entwarnung. „In dem Flugzeug ist alles in Ordnung. Den Passagieren geht es gut, den Piloten geht es gut.“ Der Airport in Bayerns zweitgrößter Stadt war gegen 12.15 Uhr gesperrt worden, kurz bevor ein von der griechischen Insel Korfu kommender Linienflieger landen sollte. Seit kurz nach 13.30 Uhr können wieder Flugzeuge am Flughafen starten und landen, wie ein Flughafensprecher mitteilte.

Nach dpa-Informationen hatte die Maschine den Notfallcode 7500 gesendet, der für einen Entführungsfall steht. Ein Polizeisprecher erklärte, der Code sei kurz nach 11 Uhr aus dem Cockpit gekommen. Danach sei der Pilot per Funk nicht mehr erreichbar gewesen – auch der Tower habe keinen Kontakt mehr zur Crew herstellen können. Möglicherweise habe ein Defekt des Funkgeräts im Cockpit dahintergesteckt. Weil zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich tatsächlich um eine Geiselnahme handelte, wurden laut Polizei vorsorglich mehrere Alarmstarts ausgelöst.

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Eurofighter waren laut Flughafensprecher im Einsatz, um die Maschine zu begleiten. Sie hätten inzwischen aber wieder abgedreht. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung hatten die Kampfjets des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 im bayerischen Neuburg an der Donau das Flugzeug im deutschen Luftraum begleitet. Dort stehen rund um die Uhr täglich zwei Eurofighter als sogenannte Alarmrotte bereit.

Die Passagiere des Flugzeugs befanden sich nach Polizeiangaben nach der Landung zunächst weiter in dem Flieger. „Wir überprüfen, ob an und in dem Flieger alles in Ordnung ist“, erklärte ein Polizeisprecher zum Vorgehen der Einsatzkräfte. Spezialkräfte waren an dem Einsatz beteiligt, zudem rückte ein Großaufgebot der Polizei zum Flughafen aus. Nach Kontaktaufnahme mit der Crew konnte schließlich Entwarnung gegeben werden. Allen Insassen ging es gut.

Flughafen Nürnberg: Mögliche Drohnensichtung stört nächtlichen Flugverkehr

Schon in der Nacht gab es Auffälligkeiten an dem Flughafen in Bayern. Eine mögliche Drohnensichtung hatte den Flugverkehr zeitweise gestört. Drei Piloten meldeten unabhängig voneinander ein Objekt, das sie während des Starts oder der Landung gesehen hatten, wie die Polizei in der bayerischen Stadt mitteilte. Dabei könnte es sich laut den Angaben um eine Drohne gehandelt haben. Die Sichtungen erfolgten demnach zwischen 2 und 4 Uhr.

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Die zuständige Grenzpolizei suchte daraufhin in Abstimmung mit dem Flughafen und der Deutschen Flugsicherung nach dem gemeldeten Objekt. Währenddessen kam es zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Bei der Suche kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Die Suche blieb jedoch ohne Erfolg. Die Ermittlungen der Polizei dauerten an.

dpa/afp/jcst