Schleicht eine räuberische Großkatze um den Flughafen München herum? Möglicherweise. Eine Sprecherin des Landratsamtes Erding (Bayern) sagte am Mittwoch: „Nach erster fachlicher Einschätzung könnte es sich um einen Puma handeln.“ Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend ein verdächtiges Tier gesehen und vermutet, es könne sich um eine Großkatze handeln. Er filmte das Tier, die Aufnahme geht an einen Experten. Der geht davon aus: Es könnte ein Puma sein.
Die mutmaßliche Raubkatze ist laut Kreisbehörde im Notziger Moos in der Gemeinde Oberding gesichtet worden, einem Naturschutzgebiet nur wenige Kilometer vom Airport entfernt. Woher die Katze stammen könnte: völlig unklar. Über einen Zirkus in der Gegend gebe es derzeit keine Erkenntnisse, hieß es vom Landratsamt.
Mittlerweile sind umfangreiche Maßnahmen von der Polizei eingeleitet worden. Es werde versucht, in dem weitläufigen Waldgebiet Hinweise auf den Aufenthaltsort der Katze zu erhalten. Die Beamten setzen dafür zahlreiche Einsatzkräfte am Boden und in der Luft ein. Mit Hilfe eines Polizeihubschraubers sowie zusätzlicher Drohnen soll das Gebiet von oben abgesucht werden. „Die Suchmaßnahmen sind in vollem Gange, das Tier wurde bisher nicht gesehen“, sagte eine Polizeisprecherin.

Tatsächlich ist die Haltung von Großkatzen in Deutschland nicht nur Zoos erlaubt. Was Privatpersonen gewährleisten müssen, wenn sie einen Puma halten wollen, und was gar nicht erlaubt ist, erfahren Sie hier.
Oft Fehlalarm bei vermeintlichen Raubkatzen-Sichtungen
Großkatzen-Sichtungen stellten sich in Deutschland in den vergangenen Jahren häufig als falsch heraus. Schlagzeilen machten etwa ein vermeintlicher Löwe in Berlin und eine Puma-Sichtung in Sachsen-Anhalt. In Berlin hatte eine Wildsau ihr Leben gelebt, der Puma entpuppte sich als Stubentiger. Mehrfach entpuppten sich vermeintliche Raubtiere zudem als Stofftiere, etwa in Cuxhaven und Frankfurt.
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Das Landratsamt rief die Bevölkerung dennoch zur Vorsicht auf. Wer das Tier sehe oder andere Erkenntnisse über den Aufenthaltsort habe, soll sich sofort bei der Polizei in Erding melden. Die Menschen in der Region wurden aufgerufen, Hunde nicht frei laufen zu lassen. „Und lassen Sie kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt spielen“, informierte das Landratsamt auf Facebook.
pcl/dpa



