Es sollte ein erfrischendes Bad im Meer werden, doch für einen deutschen Urlauber endete der Nachmittag an der Küste Sardiniens tödlich. Vor dem bekannten Sandstrand von Is Arenas in der Provinz Oristano sind am Donnerstagnachmittag zwei deutsche Touristen beim Schwimmen von den Strömungen erfasst und weit von der Küste abgetrieben worden. Einer der beiden Männer, 47 Jahre alt, starb trotz sofortiger Rettungs- und Wiederbelebungsmaßnahmen.
Der zweite Urlauber konnte gerettet werden. Das Unglück ereignete sich am Nachmittag gegen 16 Uhr. Die beiden Männer, die auf einem Campingplatz in der Umgebung ihren Urlaub verbrachten, waren zum Baden ins Meer gegangen. Doch die Bedingungen waren schwierig: Den gesamten Tag über hatte kräftiger Wind an der Küste geweht und das Meer aufgewühlt. Die Strömungen erfassten die beiden Schwimmer und zogen sie rasch vom Ufer weg.
Lesen Sie auch
Tödlicher Badeunfall: Helfer können Urlauber nicht retten
Mehrere Badegäste beobachteten die dramatischen Szenen und eilten den beiden Männern zu Hilfe. Sie unterstützten die ersten Rettungsversuche, bis die Einsatzkräfte eintrafen. Auch die italienische Küstenwache wurde alarmiert. Gemeinsam mit den Rettungskräften konnten die beiden Urlauber schließlich aus dem Wasser geborgen und an Land gebracht werden. Dort begannen umgehend die Wiederbelebungsmaßnahmen. Für einen der beiden Männer kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Einsatzkräfte versuchten, ihn zu reanimieren, konnten sein Leben aber nicht mehr retten.
Der tödliche Badeunfall macht einmal mehr deutlich, wie schnell sich die Bedingungen im Meer verändern können. Auch an scheinbar sicheren Stränden können Wind und Strömungen Schwimmer innerhalb kurzer Zeit vom Ufer wegziehen. Besonders gefährlich sind sogenannte Rückströmungen, die selbst geübte Schwimmer in Schwierigkeiten bringen können. Das Unglück von Is Arenas ereignete sich zudem zu einer Jahreszeit, in der die Strände deutlich weniger stark besucht sind als im Hochsommer. Entsprechend sind auch oft weniger Bademeister und Rettungsschwimmer vor Ort.
Auch interessant
Badeunfälle in Italien: Mehrheit der Opfer sind Männer und Senioren
Wie groß die Gefahr von Badeunfällen in Italien ist, zeigen auch die jüngsten Zahlen. Nach Angaben des italienischen Verbandes für Ertrinkungsprävention kamen in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 604 Menschen bei Badeunfällen in Italien ums Leben. Ein großer Teil der tödlichen Unfälle ereignete sich demnach an frei zugänglichen Stränden, an denen keine Rettungsschwimmer im Einsatz waren. Besonders auffällig ist das Geschlechtergefälle: Mehr als 80 Prozent der Menschen, die bei Badeunfällen ums Leben kamen, waren Männer.
Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle. Fast jeder dritte tödlich verunglückte Mensch war älter als 65 Jahre. Rund 23 Prozent der Opfer waren dagegen Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene bis 24 Jahre. Auch Schwimmbäder sind nicht frei von tödlichen Unfällen. In Italien starben innerhalb der beiden Jahre 2024 und 2025 insgesamt 37 Menschen in Schwimmbädern. Die Mehrheit der Opfer waren Kinder und Jugendliche.






