Der neuseeländische Schauspieler Sam Neill, der als Paläontologe Dr. Alan Grant in Steven Spielbergs „Jurassic Park“ weltberühmt wurde, ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Seine Familie teilte auf seinem offiziellen Instagram-Kanal mit, Neill sei am 13. Juli in Sydney im Kreis seiner Angehörigen gestorben. Sein Tod sei „plötzlich und unerwartet“ gekommen.
Mittlerweile ist auch die Todesursache bekannt. Neills langjähriger Agent Philip Grenz beendete Spekulationen, der Schauspieler sei an den Folgen einer früheren Krebserkrankung verstorben, und gab an: Neill starb an einer Lungenentzündung. Grenz erklärte dazu, er habe mit der Familie Neills Rücksprache gehalten und sich zu der Stellungnahme entschlossen, weil „ungenaue und schlicht falsche Behauptungen“ über den Tod Neills verbreitet worden seien.
Lesen Sie auch
Sam Neill starb im Kreis seiner Familie
Nach Angaben seiner Familie war Neill in seinen letzten Stunden von Angehörigen umgeben. Er sei mit jener Würde gegangen, die sein Leben geprägt habe, hieß es in der Stellungnahme. Zugleich bat die Familie darum, ihre Privatsphäre zu respektieren. Weitere Einzelheiten zu seinem Tod sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Die Nachricht kommt nur wenige Monate nach einer hoffnungsvollen Wendung in Neills Krankengeschichte. Im Frühjahr hatte er öffentlich erklärt, nach jahrelanger Behandlung krebsfrei zu sein. Auch die Familie betonte nun, dass bei ihm zum Zeitpunkt seines Todes keine Krebserkrankung mehr nachweisbar gewesen sei.
Auch interessant
Neil hatte jahrelang gegen Blutkrebs gekämpft
Bei Neill war 2022 ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert worden. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Krebserkrankungen, die das Lymphsystem und damit einen wichtigen Teil der körpereigenen Abwehr betreffen. Konkret litt der Schauspieler an einem seltenen und aggressiven T-Zell-Lymphom im fortgeschrittenen Stadium.
Zunächst wurde Neill mit einer Chemotherapie behandelt. Als diese nach mehreren Jahren nicht mehr wirkte, nahm er an einer klinischen Studie zu einer sogenannten CAR-T-Zell-Therapie teil. Bei diesem Verfahren werden bestimmte Abwehrzellen des Patienten im Labor verändert, damit sie Krebszellen gezielter erkennen und bekämpfen können. Im April berichtete Neill, neue Untersuchungen hätten keine Anzeichen der Krankheit mehr gezeigt.
Diese Prominenten sind 2026 gestorben
Über den Tod hatte der Schauspieler bereits 2023 gesprochen. Dem britischen „Guardian“ sagte er damals, er habe keine Angst vor dem Sterben. Der Tod selbst sei ihm gleichgültig, doch die Aussicht, nicht weiterleben zu können, würde ihn ärgern. Er hätte gern noch erlebt, wie seine Enkelkinder aufwachsen und die Olivenbäume und Zypressen auf seinem Anwesen heranreifen.
Lesen Sie auch
Neill, 1947 in Nordirland geboren und in Neuseeland aufgewachsen, begann seine Karriere in den 1970er-Jahren und entwickelte sich zu einem der wandlungsfähigsten Darsteller seiner Generation. Neben den drei Filmen der „Jurassic Park“-Reihe spielte er unter anderem in „Jagd auf Roter Oktober“, Jane Campions „Das Piano“, „Todesstille“ und „Event Horizon“; einem jüngeren Publikum war er zudem als Major Chester Campbell aus „Peaky Blinders“ bekannt.






































