Es war ein Fernsehauftritt, bei dem schnell deutlich wurde, dass hier zwei sehr unterschiedliche Welten aufeinandertrafen. Auf der einen Seite das ZDF-„Morgenmagazin“, für viele Zuschauerinnen und Zuschauer ein vertrauter Bestandteil des Frühstücksfernsehens. Auf der anderen Seite Ikkimel, eine Musikerin, die für provokante Texte und bewusst derbe Inszenierungen bekannt ist.

In der WM-Arena des „Morgenmagazins“ präsentierte die Künstlerin ihren Song „Fußballmänner“. Das Lied arbeitet mit sexuellen Anspielungen und Klischees aus dem Fußballmilieu. Begriffe wie „Latten-Kracher“ oder „Mertes-Sucker“ machten deutlich, dass es sich nicht um eine klassische Fußballhymne handelte. Der Refrain „Fußballmänner, alles Penner“ tat sein Übriges. Am Ende rief Ikkimel „Guten Morgen, Moma!“ ins Studio und kicherte.

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Ikkimel im ZDF-„Morgenmagazin“: Publikum reagiert irritiert

Im Studio kam die Performance sichtbar nicht bei allen an. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer blieben regungslos. Manche wirkten überrascht, andere eher ratlos. Besonders bemerkenswert war, dass sich im Publikum offenbar eine Schulklasse befand. In den sozialen Medien sorgten die Reaktionen anschließend schnell für Gesprächsstoff.

„Die Gesichter der Kids vor Ort sprachen Bände – Begeisterung sieht definitiv anders aus. Peinliche Aktion“, schrieb ein Nutzer auf X. Eine andere Nutzerin sprach von einem „Fiebertraum“ und mutmaßte, Ikkimel habe während des Auftritts selbst lachen müssen, weil sie kaum glauben konnte, dafür tatsächlich eingeladen worden zu sein. Wieder ein anderer kommentierte noch schärfer: „Senderbosse ZDF so: Lasst uns Ikkimel auftreten, sie singt dann über ihre Fotze, Babymord und so, das wollen im Schnitt 64 Jahre alte Menschen in einer Fußballsendung hören.“

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Auch auf Instagram löste der Auftritt zahlreiche Reaktionen aus. „Wer kam auf die Idee, dass Ikkimel im ZDF-‚Morgenmagazin‘ auftritt? Die Reaktionen sind so gut“, hieß es dort. Andere fragten empört: „Dafür zahlen wir Rundfunkgebühren?“

Doch es gab auch Zustimmung. Einige feierten gerade die Absurdität des Moments. „Ich liebe alles daran“, schrieb eine Nutzerin. Ein anderer Kommentar lautete: „Als Nächstes bitte bei Maischberger!“

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ZDF ordnet Ikkimel-Auftritt ein: „Provokation und Kunst“

Ganz unvorbereitet ließ das ZDF sein Publikum nicht in die Performance laufen. Die Moderatoren Andreas Wunn und Philip Wortmann ordneten die Künstlerin vorab ein. Wortmann erklärte, die einen würden Ikkimel als Feministin feiern. Andere würden ihr dagegen „teilweise vulgären Männerhass“ unterstellen.

Nach der Performance wandte sich Wunn dann noch direkt an die männliche Zuschauerschaft. „Liebe Fußballmänner, nicht beleidigt sein“, sagte er. „Das ist Provokation und Kunst und trifft gerade so richtig einen Nerv bei der Gen-Z.“

mit dpa