Die Zoologin Lydia Möcklinghoff ist bei einem Flugzeugabsturz in Brasilien ums Leben gekommen. Das berichten mehrere brasilianische Medien. Demnach stürzte ihr Flieger am frühen Morgen des 3. Juli (Ortszeit) über dem Pantanal ab. Auch der Pilot der Maschine starb bei dem Absturz. Weitere Personen sollen sich nicht an Bord der Propellermaschine befunden haben.
Die Maschine war am Flughafen Santa Maria in Campo Grande im Süden Brasiliens gestartet und auf dem Weg nach Aquidauana am südlichen Rand des Pantanals. Wie ein Experte den „Campo Grande News“ sagte, deute derzeit vieles darauf hin, dass das Kleinflugzeug nahezu senkrecht zu Boden stürzte. Weiter hieß es, der Pilot könnte möglicherweise die Orientierung verloren haben. Zum Zeitpunkt des Absturzes habe es dichten Nebel gegeben.
Lydia Möcklinghoff war in Kinderproduktionen des WDR zu hören
Die 45-Jährige widmete sich in ihrer Forschung vor allem dem Großen Ameisenbären. Ihr Wissen veröffentlichte sie in populärwissenschaftlichen Büchern. Einem größeren Publikum wurde sie unter anderem durch Auftritte im Umfeld der „Sendung mit der Maus“ im WDR bekannt. Bei „MausLive“ auf WDR 5 hatte sie die eigenen Podcast-Reihen „Lydia im Pantanal“ und „Lydias Pantanal-Abenteuer“. Zudem betrieb sie den Podcast „tierisch!“.
Lesen Sie auch
Der Zoo Dortmund, mit dem Möcklinghoff zusammenarbeitete, zeigte sich erschüttert: „Über viele Jahre standen wir mit ihr in engem Austausch und unterstützten ihre wissenschaftliche Arbeit zu großen Ameisenbären in Brasilien.“
Der Zoo schrieb bei Instagram: „Lydia hat auch durch ihre Medienarbeit viele Menschen für den Natur- und Artenschutz begeistert und war eine wichtige Stimme für die Tierwelt des Pantanals.“ Weiter hieß es: „Wir verlieren nicht nur eine herausragende Wissenschaftlerin, sondern vor allem einen warmherzigen, lebensfrohen und außergewöhnlich engagierten Menschen.“
bee





