Der aus über 170 Film- und Fernsehrollen vor allem aus „Lethal Weapon“ bekannte US-Schauspieler Danny Glover wird am 22. Juli 80 Jahre alt. Wenige Tage vor seinem runden Geburtstag macht er seine Alzheimer-Diagnose öffentlich. Seit 2023 steht seine Erkrankung fest. Das erzählt er in Interviews mit „People“ und in der „Today“-Show. Seitdem hätten sich seine Bewegungen, seine Sprache und sein Gedächtnis verlangsamt. Dennoch sei er weiterhin aktiv und engagiere sich in seiner Heimatstadt San Francisco.
Wie der US-Schauspieler sagt, bedeute seine Erkrankung für ihn anzuerkennen, dass es einen selbst betrifft und auch, dass Millionen von Menschen an Alzheimer leiden. Es sei ihm wichtig, Betroffenen zu helfen. „Ich habe nicht das Gefühl, dass es das Ende meines Lebens ist“, sagt er. „Es gibt noch viel zu tun.“ Durch sein öffentliches Auftreten wolle er dazu beitragen, das Stigma rund um Alzheimer abzubauen.
„Ich denke, es ist wirklich wichtig für ihn, die Kontrolle über seine eigene Erzählung, über seine eigene Lebensgeschichte zu haben“, sagt Glovers Tochter Mandisa in der „Today“-Show. „Das ist wirklich wichtig. Und jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Wann wäre ein besserer Zeitpunkt als jetzt, damit er selbst zu Wort kommt?“
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Familie über Glovers Erkrankung
Mandisa sagte im Gespräch mit „People“, sie sei sich sicher, dass die Diagnose für ihren Vater „deprimierend“ sei. Für sie selbst sei es ebenso schwer: „Man muss einfach jeden Tag so nehmen, wie er kommt.“ Das Ziel sei, das Leben ihres Vaters so gut wie möglich zu gestalten. Dafür wollen Glover und seine Familie weiterhin neue Behandlungsmöglichkeiten in Betracht ziehen.
Glovers Bruder Marty, der mit ihm zusammenlebt, beschreibt den Verlauf der Krankheit als herzzerreißend. „Man sieht den Verfall und denkt nur: ‚Wow‘“, sagt er. „Manchmal wird man emotional. Es ist schwer, weil man niemandem wünscht, so etwas durchmachen zu müssen.“ Marty ist eng mit seinem Bruder verbunden – Glover hatte ihn einst aus Gefängnisaufenthalten und Drogenproblemen herausgeholt. „Er hat mich gerettet“, sagt der 67-Jährige.
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Glover bewahrt Optimismus und Lebensfreude
Morgens sei Glover am klarsten im Kopf. „Wenn ich aufwache, versuche ich, etwas zu verarbeiten. Ich lese etwas, schaue mir etwas an“, sagt er. Ein Team von Pflegekräften und seine Familie stehen ihm täglich zur Seite. Glover arbeitet zudem mit der Alzheimer-Vereinigung zusammen, die betont, dass einfache Maßnahmen wie körperliche Aktivität, Blutdruckkontrolle und soziale Kontakte im Kampf gegen die Erkrankung entscheidend sein können.
Auf die Frage, wie es ihm gehe, bleibt Glover seiner lebensbejahenden Haltung treu: „Ich habe immer noch meine Tochter, ich habe Freunde. Ich möchte einfach sagen: Das Leben geht weiter.“







