Glühende Lava erleuchtet die Ostküste Siziliens: Der Vulkan Ätna auf Sizilien (Italien) ist erneut ausgebrochen. Die Lava fließt seit Freitag aus einer Vulkanspalte. Damit ist Europas höchster aktiver Vulkan wieder aktiv.

Bereits am 22. Juni zeigten Drohnenaufnahmen, wie sich Risse in der Erdoberfläche des Ätna bildeten. Im Bereich eines Kraters am Gipfel hatte das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) zudem kleinere Hangrutsche gemessen. Ab Freitag, 26. Juni, verstärkte sich die vulkanische Aktivität.

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In rund 3000 Metern Höhe öffnete sich ein Fluss aus Lava, der den Nachthimmel erhellte. Das Naturschauspiel lockte Schaulustige und Touristen an. Auf Facebook posteten Touristen spektakuläre Bilder vom orange leuchtenden Lavafluss.

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Der Ätna liegt rund 3403 Meter über dem Meeresspiegel und ist der höchste aktive Vulkan Europas. Seit 60.000 Jahren ist der Feuerberg ständig aktiv. In den 1980er-Jahren ist das Gebiet um den Ätna zum Naturschutzgebiet erklärt worden. 2013 hat die Unesco den Vulkan in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen.

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Fruchtbarer Vulkanboden begünstigt erfolgreiche Landwirtschaft

Das Gebiet um den Vulkan ist auch durch die regelmäßigen Ausbrüche besonders fruchtbar. Bis zu einer Höhe von 1500 Metern nutzt die Landwirtschaft den Boden. Darüber wachsen zahlreiche Baumarten.

Das Amt für Zivilschutz hat Ende Juni 2026 die Alarmstufe für den Vulkan Ätna laut einer Mitteilung von „grün“ auf „gelb“ (erhöhte Aufmerksamkeit) angehoben. Ferner wurden die örtlichen Zivilschutzstellen gebeten, Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu treffen. Dazu zählte auch, Wanderer in höheren Lagen zu schützen.

Die auf der Insel lebende Bevölkerung wurde darum gebeten, sich auf dem Laufenden zu halten und die Anweisungen der lokalen Zivilschutzbehörden gewissenhaft zu befolgen. Zuletzt begann ein Ausbruch des Ätnas am zweiten Weihnachtsfeiertag 2025.