An den Stränden von New York wird in diesem Sommer verstärkt vor Haien gewarnt. Die Behörden reagieren damit auf die jährliche Wanderung mehrerer Arten entlang der Küste. Zwischen Juni und September ziehen demnach 13 verschiedene Haiarten durch die Gewässer vor New York, wie das zuständige Umweltministerium mitteilte. Dazu zählen auch größere Arten wie Weißhaie und Hammerhaie.

Betroffen sind auch viele beliebte Badeorte auf Long Island. Dort setzen Behörden und Rettungskräfte verstärkt auf Überwachung – zu Wasser, zu Land und aus der Luft. „Wir sehen sie in den letzten Jahren relativ regelmäßig“, sagte George „Chip“ Gorman Jr., Regionaldirektor der Parkbehörde für Long Island, wie das Lokalmedium „Eyewitness News“ berichtet. Gleichzeitig betonen die Verantwortlichen: Es gab in diesem Jahr bislang keine bestätigten Sichtungen am Strand.

Hai-Alarm in New York: 13 Arten auf Wanderung – mitten in der Badesaison

„Begegnungen zwischen Mensch und Hai sind hier selten, aber das DEC fordert Strandbesucher und Wassersportler auf, die Sicherheitsrichtlinien zu Haien zu befolgen, um Risiken zu reduzieren und die Menschen in New York diesen Sommer zu schützen“, sagte Martin Gary, Direktor für Meeresressourcen beim New York State Department of Environmental Conservation.

Auch interessant

„Die bekannten Strände und Küstengewässer unserer Region sind Teil eines reichhaltigen marinen Ökosystems, das eine Vielzahl von Wildtieren beherbergt, darunter auch Haie.“ Gary warnte deshalb vor unvorsichtigem Verhalten im Wasser. „Respektieren Sie den Ozean, achten Sie auf Ihre Umgebung und befolgen Sie die Sicherheitsrichtlinien, um ‚shark smart‘ zu sein und das Meer verantwortungsvoll zu genießen.“

Hai-Angriff in New York
In New York wird in diesem Sommer verstärkt vor Haien gewarnt. Bereits 2023 wurde eine 50-jährige Frau an einem Strand der Millionenmetropole von einem Hai schwer verletzt. (Archivbild)© dpa | Mary Altaffer

Hai-Alarm in New York: Drohnen, Rettungsschwimmer und Luftüberwachung

Um Risiken zu verringern, wird die Überwachung deutlich ausgeweitet. Am Strand von Jones Beach kommen laut „Eyewitness News“ in dieser Saison 46 Drohnen zum Einsatz. Sie sollen große Meerestiere erkennen und auch Fischschwärme aufspüren, denen Haie folgen könnten.

Die US-Behörden raten zu klaren Vorsichtsmaßnahmen: Gebiete mit Robben sollten gemieden werden, ebenso Bereiche mit Fischschwärmen, spritzenden Fischen oder tauchenden Seevögeln. Es wird empfohlen, nicht in der Dämmerung, nachts oder in den frühen Morgenstunden ins Wasser zu gehen.

Auch trübes Wasser gilt als Risiko und sollte gemieden werden. Badegäste sollen in Gruppen schwimmen oder surfen und möglichst nah am Ufer bleiben, wo der Boden noch mit den Füßen erreicht werden kann. Zudem gilt: Stets den Anweisungen von Rettungsschwimmern und Parkpersonal folgen.

Ein Vorfall im Vorjahr – bisher keine Sichtungen in diesem Jahr

Laut Angaben der Umweltbehörde kam es im vergangenen Jahr zu einem dokumentierten Hai-Biss am Jones Beach State Park auf Long Island. Es war der einzige bekannte Vorfall in diesem Zeitraum.

Auch interessant

Trotz der verstärkten Überwachung gibt es bislang keine bestätigten Hai-Sichtungen in dieser Saison. Die Behörden betonen dennoch die Vorsorge. Entscheidend sei, dass Badegäste die Hinweise ernst nehmen und aufmerksam bleiben.

ari