Ein Vermisstenfall beschäftigt derzeit Ermittler in Südfrankreich: Die elfjährige Lyhanna ist seit Tagen verschwunden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie entführt worden ist. Das Kind hatte sich nach dem Ende der Schule am Freitagnachmittag in der kleinen Gemeinde Fleurance bei Toulouse nicht mehr gemeldet, die Eltern verständigten daraufhin am frühen Abend die Polizei.

Einen ersten Ermittlungserfolg gab es schnell: Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen das Mädchen am Freitagnachmittag im Auto eines Mannes. Der 41-Jährige wurde umgehend festgenommen, sein Wagen wurde beschlagnahmt. Der Mann gab an, das Mädchen auf dessen Bitte am örtlichen Schwimmbad abgesetzt zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Auch mit. Laut der Zeitung „Le Monde“ soll der Mann selbst Vater zweier Kinder sein. Er befinde sich derzeit wegen des Verdachts auf „Entführung und Freiheitsberaubung einer Minderjährigen unter 15 Jahren“ in Polizeigewahrsam.

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Staatsanwältin Clémence Meyer sagte am Wochenende, diese Aussagen schienen jedoch recht unpräzise und widersprüchlich. Zu weiteren Aussagen des Verdächtigen äußerte sich die Staatsanwaltschaft mit Aufnahme der förmlichen Ermittlungen nicht. Die Staatsanwaltschaft geht allerdings nicht davon aus, dass das Kind weggelaufen ist. Es habe am Wochenende keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass die Elfjährige freiwillig verschwunden sei.

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Wie schon am Freitag und am Wochenende ging die Suche nach dem Kind in der Gemeinde am Montag weiter. Auch Taucher, Hunde und Helikopter kamen dabei zum Einsatz. Einwohner unterstützten die Ermittler bei der Suche. Wie die Polizei am Wochenende mitteilte, wurden bislang mehrere Gegenstände und Hinweise gefunden, die nun ausgewertet werden sollen.

lro mit dpa