Der Flug einer United-Airlines-Maschine von Newark (Bundesstaat New Jersey) an der US-Ostküste endete für die Passagiere im Chaos: Das Flugzeug startete am Samstag um kurz vor 18 Uhr am Newark Liberty International Airport mit Ziel Palma de Mallorca, doch nach rund anderthalb Stunden ereignete sich ein Vorfall, der zur Umkehr zwang.

Wie das Online-Portal „Air Live“ berichtet, meldeten sich die Flugbegleiter plötzlich über die Lautsprecheranlage mit einer dringenden Anweisung: Alle Passagiere wurden angewiesen, die Bluetooth-Verbindungen ihrer Geräte sofort abzuschalten. Die Besatzung, heißt es in dem Bericht weiter, habe mehrere, zunehmend angespannte Durchsagen abgegeben und gewarnt, dass das Flugzeug umkehren müsse, falls die aktiven Bluetooth-Signale nicht deaktiviert würden.

Mallorca: Urlaubsflieger dreht wegen Bomben-Alarm über Atlantik um

Doch zwei Bluetooth-Geräte blieben offenbar aktiviert. Schließlich rief die Besatzung einen Notfall aus, indem sie den Transpondercode „Squawk 7700“ meldete (ein allgemeines Notfallsignal an die Flugsicherung), und drehte um. Das Flugzeug landete daraufhin auf dem Newark Airport, wo es von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften empfangen wurde.

Audioaufzeichnungen bestätigten laut „Air Live“ später, dass ein angeblich 16-jähriger Junge den sichtbaren Netzwerknamen seines persönlichen Bluetooth-Lautsprechers auf „BOMB“ geändert hatte.

Standardprotokoll für Bomben-Alarm ausgelöst

Da Bluetooth-Signale an alle Smartphones oder Laptops in der Nähe gesendet werden, die sich koppeln möchten, erschien der Name auf den Bildschirmen der Passagiere und Besatzungsmitglieder in der Kabine und löste sofort ein Standardprotokoll für Bomben-Alarm aus.

United Airlines hat sich noch nicht offiziell zu möglichen strafrechtlichen Konsequenzen oder einem etwaigen Flugverbot für den beteiligten Jugendlichen geäußert. Die Passagiere indes waren zwar erleichtert, in Sicherheit zu sein, zeigten sich dem Bericht zufolge aber gleichzeitig äußerst frustriert über den mehrstündigen Vorfall. 

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