Im Wettkampf um das Weltall muss das von Tech-Milliardär Jeff Bezos gegründete Raumfahrtunternehmen Blue Origin einen schweren Rückschlag einstecken. Bei einem Routinetest explodierte am Donnerstagabend eine New-Glenn-Rakete noch auf der Startrampe des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral in Florida. Laut Blue Origin gab es keine Verletzten.

„Während des heutigen Heißlauftests trat eine Anomalie auf“, heißt es in einer Stellungnahme von Blue Origin. „Alle Beteiligten sind wohlauf. Wir werden Sie informieren, sobald wir weitere Informationen haben.“ Auf einem Livestream war eine große Explosion samt riesigem Feuerball zu sehen. 

Blue Origin Rakete bringt Satelliten ins All
Eine Blue Origin New Glenn Rakete startet vom Launch Complex 36 des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral, mit dem AST SpaceMobile-Satelliten BlueBird 7. (Archivbild) © John Raoux/AP/dpa | John Raoux

Bezos selbst schrieb auf X, die Untersuchungen zur Ursache des Unglücks liefen bereits. „Sehr harter Tag, aber wir werden wieder aufbauen, was auch immer wieder aufgebaut werden muss, und wir werden wieder fliegen. Es lohnt sich“, schrieb er. 

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Blue Origin will mit Elon Musks SpaceX konkurrieren

Wie US-Medien berichten, wollte Blue Origin die Rakete am Donnerstagabend vor einem geplanten Testlauf der Triebwerke betanken. Erst im vergangenen Monat war die dritte New-Glenn-Rakete erfolgreich gestartet. Mit der „New Glenn“ will Blue Origin dem Unternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk Konkurrenz machen, das aktuell die kommerzielle Raumfahrt dominiert.

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Die vierte Mission mit dem Raketentyp sollte am 4. Juni stattfinden und 48 Satelliten für Amazons Internetdienst Leo in den Weltraum bringen, um mit Elon Musks Internetdienst Starlink zu konkurrieren.

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„Äußerst bedauerlich“, kommentierte Konkurrent Musk auf der Plattform X ein Video der Explosion. „Raketen sind schwierig.“

Die „New Glenn“-Rakete hatte es beim Erstflug im Januar 2025 direkt ins All geschafft. Beim zweiten Flug rund zehn Monate später hatte die Rakete zwei Mars-Orbiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa ins All gebracht. Auch der dritte Start im April hatte geklappt, allerdings war danach ein Satellit in eine falsche Umlaufbahn abgesetzt worden.