Die Abnehmspritze hat den Schönheits- und Gesundheitsmarkt im Handumdrehen erobert. Gewicht zu reduzieren, war nie einfacher. Bisher war das Medikament mit dem Namen Wegovy vom dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk jedoch nur als Spritze erhältlich. In den USA gibt es den Wirkstoff bereits in Tablettenform – und womöglich bald auch in Europa.
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Der Ausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat der Schlankheitspille bereits zugestimmt. Nun muss noch die EU-Kommission Ja sagen. Dies solle laut einem „Bild“-Bericht am 27. Juli 2026 geschehen.
Wegovy: Semaglutid-Tablette senkt Gewicht und verbessert Herz-Kreislauf-Risiko
Die Tablette enthält den Wirkstoff Semaglutid. Verschrieben wird er in der Regel Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht, wenn Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck vorliegen. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung liegt nun bei der Europäischen Kommission.
In den USA gibt es die Abnehmpille des Herstellers Novo Nordisk bereits seit Dezember 2025. Das Unternehmen selbst gab an, dass es in den Vereinigten Staaten inzwischen etwa 200.000 Verschreibungen pro Woche gibt. Die Pille wird einmal täglich eingenommen.
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Grundlage der EMA-Empfehlung sind laut „Bild“ mehrere Studien. In der OASIS-4-Studie verloren die Teilnehmer durchschnittlich 16,6 Prozent ihres Körpergewichts. Die Wegovy-Tabletten regulieren den Blutzuckerspiegel und können dadurch das Sättigungsgefühl erhöhen. Damit erreichte die Tablette ähnliche Ergebnisse wie die bisherige Wegovy-Spritze. Verbesserungen konnten aber auch bei verschiedenen Herz-Kreislauf-Risikofaktoren festgestellt werden.
Abnehmpille könnte Spritzenpreis senken
Wird die Abnehmpille tatsächlich zugelassen, könnte sie in der zweiten Jahreshälfte auf dem europäischen Markt erhältlich sein. Der Preis soll erst nach der EU-Zulassung festgelegt werden und dürfte je nach Land variieren. In den USA kostet eine Monatsration derzeit rund 149 US-Dollar, also etwa 129 Euro. Die Einführung der Tablette könnte dazu führen, dass der Preis für das Spritzenpräparat sinkt.
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Dank guter Verkäufe seiner Abnehmmedikamente blickt Novo Nordisk etwas positiver auf das laufende Jahr. Für 2026 erwartet der Konzern nur noch einen Umsatzrückgang zwischen vier und zwölf Prozent, statt wie bisher von fünf bis 13 Prozent, wie der Hersteller der Abnehmmedikamente Ozempic und Wegovy kürzlich mitteilte. Der Aktienkurs an der Börse von Kopenhagen stieg deutlich. Seine neue Einschätzung führt das Unternehmen auf eine Anhebung der Umsatzprognosen der sogenannten GLP-1-Medikamente Ozempic und Wegovy zurück.
Novo Nordisk: Gewinn steigt um 67 Prozent im ersten Quartal
Für das erste Quartal des Jahres meldete Novo Nordisk zudem einen deutlichen Gewinnsprung. Der Nettogewinn stieg laut Konzern von Januar bis März um 67 Prozent auf insgesamt 48,56 Milliarden Kronen (6,5 Milliarden Euro). Der Umsatz legte bei konstanten Wechselkursen um 32 Prozent auf zwölf Milliarden Euro zu. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet.
Novo Nordisk war mit seinen Abnehmspritzen zeitweise zum wertvollsten Unternehmen Europas aufgestiegen. Der Konzern kämpfte auf dem Markt für Abnehmmedikamente zuletzt aber mit der starken Konkurrenz in den USA durch den Rivalen Eli Lilly, der unter anderem die Abnehmspritze Mounjaro herstellt. Eli Lilly hat ebenfalls eine Abnehmpille angekündigt, diese ist allerdings noch nicht auf dem Markt.
mit AFP





