Das schöne Wetter treibt Touristen zum Baden. Doch auf dem Gardasee haben sich am Samstag innerhalb weniger Stunden gleich zwei gefährliche Zwischenfälle ereignet, bei denen insgesamt zehn Menschen von der Küstenwache und der Feuerwehr gerettet werden mussten. Sowohl ein gekenterter Katamaran als auch ein auf Felsen aufgelaufenes Motorboot sorgten für größere Rettungseinsätze auf Italiens größtem See.
Der erste Notruf ging am Westufer bei Riva del Garda ein. Dort war ein Katamaran mit einer deutschen Urlauberfamilie an Bord in Küstennähe auf Felsen geraten und schließlich gekentert. Ein vorbeifahrender Bootsfahrer bemerkte das umgestürzte Boot und alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Die Einsatzzentrale der Küstenwache am Gardasee schickte daraufhin von der Ortschaft Torbole aus ein Schlauchboot zur Unglücksstelle.
Als die Einsatzkräfte den Katamaran erreichten, fanden sie das Boot zwischen den Felsen eingeklemmt vor. Die drei Insassen – Vater, Mutter und ihr siebenjähriger Sohn – konnten aus ihrer misslichen Lage gerettet und an Bord des Rettungsbootes gebracht werden. Die Familie wurde während der Rückfahrt medizinisch betreut und anschließend sicher im Hafen von Riva del Garda an Land gebracht. Nach ersten Erkenntnissen blieben alle drei unverletzt, sodass keine weitere medizinische Versorgung notwendig war. Der gekenterte Katamaran wurde später mit Unterstützung einer örtlichen Segelschule geborgen, die entlang des Gardasee-Ufers tätig ist.
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Gardasee: Motorboot läuft in tückischem Gebiet auf Grund
Nur wenig später musste die Küstenwache erneut ausrücken. Diesmal spielte sich der Einsatz im Bereich zwischen der Insel San Biagio und der Isola del Garda ab. Dort war ein Motorboot mit sieben Menschen an Bord in einem besonders tückischen Gebiet mit zahlreichen knapp unter der Wasseroberfläche liegenden Felsen auf Grund gelaufen.
Auf Anweisung der Einsatzzentrale wurden neben einem Boot der Küstenwache auch Einsatzkräfte der Feuerwehr alarmiert. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich wegen der schwierigen Bodenverhältnisse und der zahlreichen Felsen kompliziert. Dennoch gelang es den Einsatzkräften, alle sieben Bootsinsassen sicher auf das Rettungsboot zu bringen. Anschließend wurde das beschädigte Motorboot von der Feuerwehr aus Salò freigeschleppt und in den Hafen von Porto Torchio bei Manerba del Garda gebracht.
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Vorfälle zeigen Risiko für Ortsunkundige
Die beiden Vorfälle verdeutlichen nach Einschätzung der Einsatzkräfte erneut die Risiken der Schifffahrt auf dem Gardasee. Besonders in Ufernähe und in Bereichen mit felsigem Untergrund könne es schnell gefährlich werden – vor allem für ortsunkundige Urlauber und Freizeitskipper. Die Küstenwache appellierte deshalb an Bootsführer, sich vor Fahrten genau über die örtlichen Bedingungen und Gefahrenzonen zu informieren.
Auf dem Gardasee sorgt die italienische Küstenwache in den Sommermonaten regelmäßig für Sicherheit auf dem Wasser. Gerade an Wochenenden und bei gutem Wetter sind zahlreiche Freizeitkapitäne, Segler und Touristen auf Italiens größtem See unterwegs. Die Einsatzkräfte überwachen dabei nicht nur den Schiffsverkehr, sondern greifen auch bei Notfällen, Unfällen oder plötzlichen Wetterumschwüngen ein.


