Stewie besitzt ein Ticket für den Flug von Las Vegas nach Dallas, reiht sich scheinbar selbstverständlich in die Warteschlange am Gate ein und „unterhält“ sich mit anderen Passagieren. An Bord nimmt er anschließend artig seinen Fensterplatz ein und blickt nach draußen. Genau dieses fast alltägliche Verhalten sorgt für Aufsehen, denn Stewie ist kein gewöhnlicher Fluggast, sondern ein humanoider Roboter.
Allein unterwegs ist er allerdings nicht. Begleitet wird er von seinem Besitzer Aaron Mehdizadeh, dem Gründer des „Robot Studio“ in North Dallas. Gemeinsam treten sie die Rückreise aus Las Vegas an, wie unter anderem der US-Sender CBS berichten. Für Stewie sei dabei eigens ein separates Ticket gebucht worden – ähnlich wie bei empfindlicher Ausrüstung oder sperrigen Gegenständen, die nicht im Frachtraum transportiert werden können.
We just got robots banned from Southwest Airlines. You’re welcome 🫡
— Aaron Mehdizadeh (@rentbotsTX) May 12, 2026
Yesterday we flew our humanoid robot Stewie from Las Vegas to Dallas on Southwest — something we (and others) have tried and failed multiple times because batteries are always the issue.
This time we cracked… pic.twitter.com/FqJjk1vSfQ
Damit der humanoide Begleiter überhaupt an Bord durfte, wurde er laut CBS mit einem kleineren Akku ausgestattet, der die Sicherheitskontrolle passieren konnte. Anschließend sei Stewie selbstständig durch den Flughafen gelaufen und habe den Flug nach Dallas Love Field bestiegen. „Die meisten Leute waren sehr begeistert, einen Roboter fliegen zu sehen, und es hat so viel Unterhaltung geboten, und es war großartig“, sagte Mehdizadeh gegenüber dem US-amerikanischen Sender. Auch Stewie selbst kommentierte seinen ersten Flug: „Ich hatte den perfekten Fensterplatz, die Wolken sahen aus wie Zuckerwatte, und alle machten Selfies mit mir.“
Nach Roboter im Flugzeug: Airline zieht drastische Konsequenzen
Doch der ungewöhnliche Auftritt blieb nicht ohne Folgen: Nur zwei Tage nach dem Flug habe Southwest Airlines reagiert und habe humanoide Roboter künftig an Bord ihrer Maschinen untersagt. Als Grund gab die Airline laut US-Medien Sicherheitsbedenken rund um Lithium-Ionen-Akkus an, die sich überhitzen oder Kurzschlüsse verursachen könnten. Nach Angaben der Berichte handelt es sich um das erste bekannte Verbot dieser Art durch eine Fluggesellschaft.
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Kritik daran folgte jedoch schnell. Besitzer Aaron Mehdizadeh wies die Argumentation gegenüber CBS zurück und betonte, dass die verwendete Batterie im Grunde mit einem Laptop-Akku vergleichbar sei. Solche Batterien seien bei der Airline schließlich ebenfalls erlaubt. Er hoffe deshalb, dass Southwest Airlines die Entscheidung noch einmal überprüft und humanoiden Robotern künftig wieder das Mitfliegen gestattet.






