In einer beliebten Urlaubsregion im Westen Australiens ist ein Mann bei einem Hai-Angriff getötet worden. Der 38-Jährige, der mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden war, habe „leider nicht wiederbelebt werden“ können, teilte die Polizei am Samstag mit.
Laut lokalen Medienberichten hätten Rettungskräfte den Mann nach dem Hai-Angriff zunächst aus dem Wasser gezogen und noch vor Ort Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet. Mehrere Augenzeugen hätten den Einsatz verfolgt. Sie beschrieben die Vorgänge als „schrecklich“.

Der 38-Jährige war am Samstagmorgen vor der Küste der Insel Rottnest nahe der Stadt Perth attackiert worden. Bei dem angreifenden Tier handelte es sich den Behörden zufolge um einen Weißen Hai. Es war der erste tödliche Angriff im Westen Australiens seit mehr als einem Jahr.
Das Ministerium für Primärwirtschaft und regionale Entwicklung des Bundesstaates Western Australia teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, der Mann sei von einem vier Meter langen Exemplar gebissen worden. Es rief die Öffentlichkeit dazu auf, in den Gewässern rund um das Gebiet „besondere Vorsicht“ walten zu lassen.
Orcas, Haie und Tiere im Meer
Hai-Angriffe in Australien: 250 von 1300 Zwischenfällen endeten tödlich
Seit dem Jahr 1791 sind in Australien fast 1300 Zwischenfälle mit Haien verzeichnet worden, mehr als 250 davon endeten tödlich. Im vergangenen Jahr war im September ein Surfer an einem beliebten Strand in Sydney von einem Weißen Hai getötet worden, im Dezember kam eine Schwimmerin bei einem Hai-Angriff an einem abgelegenen Strand nördlich von Sydney ums Leben.

Im Westen Australiens hatte sich zuletzt im März vergangenen Jahres eine tödliche Hai-Attacke ereignet. Damals war ein Surfer an einem abgelegenen Strand angegriffen worden.
Normalerweise sind Hai-Angriffe selten. Die steigende Zahl von Wassersportlern führt jedoch dazu, dass auch die Zahl der Hai-Angriffe zunimmt. Besonders betroffen sind Surfer, denen Haie in die Extremitäten beißen, weil die Raubfische sie für Robben halten.
Haie fraßen Walkadaver – mehrere Strände gesperrt
Ende April waren südlich von Sydney mehrere Stände gesperrt worden, weil Weiße Haie und Bullenhaie dort einen angespülten Walkadaver fraßen. „Es wurden dort Weiße Haie und auch Bullenhaie gesichtet“, teilte der Gebietsleiter der Behörde für Nationalparks und Wildtiere von New South Wales, Brendon Neilly, der Nachrichtenagentur AFP mit. Der acht Meter lange und 25 Tonnen schwere tote Pottwal war Berichten zufolge auf Felsen im Meer vor dem Era Beach im Royal National Park entdeckt worden.
Daraufhin wurden umgehend die umliegenden Strände gesperrt. Neilly erklärte, es handele sich um „ganz natürliche Vorgänge“, denn der Wal werde „durch die Haie wieder in den Nahrungskreislauf zurückgeführt“. „Ich würde dort nicht schwimmen gehen, aber es ist ein ziemlich interessanter Vorgang“, sagte er AFP. Naturschutzbeamte arbeiteten zwar an Strategien, um den Kadaver zu beseitigen, dies werde jedoch voraussichtlich nicht vor Dienstag geschehen, fügte er hinzu.
Die Rettungsorganisation Surf Life Saving (NSW) gab eine Warnung heraus, in der es hieß, alle Strände im Royal National Park – darunter die Strände Era, Garie, Burning Palms und Wattamolla – seien aufgrund „erhöhter Haiaktivität“ gesperrt.
afp/bee




