• Der Ostsee-Wal Timmy ist endlich frei – vor allem dank zwei Millionären
  • Nach einer aufwendigen Rettungsaktion hat Timmy seinen Weg zurück in die Nordsee gefunden
  • Was kostete die Aktion? Millionärin macht Kosten öffentlich

Nach Wochen des Hoffens und Bangens war der große Moment am Samstagmorgen endlich da: Wal Timmy schwamm, nachdem ihn seine Retter mit einem gefluteten Lastschiff aus der Ostsee in die Nordsee gebracht hatten, in die Freiheit. Dafür, dass es so weit kommen konnte, sind vor allem zwei deutsche Millionäre verantwortlich: MediaMarkt-Gründer Walter Gunz und die Unternehmerin Karin Walter-Mommert haben die Rettung des Wals finanziert, nachdem die Behörden aufgegeben hatten.

Ob es allerdings wirklich zum Happy End kommt, ist noch unklar. Denn Timmy gilt als geschwächt, hat sich in den vergangenen Tagen zeitweise nicht mehr aus eigener Kraft bewegt. Ob es ihm das Leben rettet, dass er nun zurück in seinen „heimischen Gewässern“ ist, oder ob er dort sterben wird, weil er zu schwach oder zu krank ist, ist umstritten. Tierschützer hatten die von den Millionären finanzierte Aktion deshalb teilweise kritisiert.

Lesen Sie auch

Millionärin kritisiert Behörden – und spricht über die Kosten für Timmys Rettung

Die Berlinerin Walter-Mommert, die ihr Vermögen im Pferdesport gemacht hat und unter anderem die Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf besitzt, zeigt sich dennoch optimistisch. „Timmy blüht richtig auf“, sagte sie „Bild“. So singe der Wal inzwischen kraftvoller und melodischer. Walter-Mommert betonte zudem, wie stolz sie auf das Retter-Team sei: „Es ist unglaublich, was sie gegen alle Widerstände und Anfeindungen geschafft haben. Alle haben das Tier für tot erklärt, wollten es elend sterben lassen.“

28 07 2017 Berlin Deutschland GER Siegerehrung Honesty Newport 3 mit Michael Nimczyk gewinnt
Karin Walter-Mommert am Rande eines Pferderennens.© imago/Marius Schwarz | Marius Schwarz

Unklar war bisher, wie viel Gunz und Walter-Mommert für die Rettung des Wals ausgeben. Doch nun hat die Millionärin erste Zahlen genannt. Im Raum steht die Summe von 1,5 Millionen Euro. Sie sei aber nur vorläufig, die Kosten für die beteiligten Schiffe seien noch nicht enthalten. Um Geld, betont Walter-Mommert gegenüber „Bild“, gehe es ihr aber ohnehin nicht. „Es geht um den Wal.“