Traumstrand, Palmen – und Denguefieber im Gepäck. Seit Ende 2025 kehren immer mehr Urlauber von den Malediven mit der gefährlichen Tropenkrankheit nach Deutschland zurück. Das berichtet das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin. Nicht nur Deutschland ist betroffen. Auch andere europäische Länder verzeichnen einen Anstieg der importierten Dengue-Fälle.

„In Deutschland wurden im Jahr 2026 bislang (Datenstand 21.4.2026) 35 Denguefieberfälle im Zusammenhang mit Reisen auf die Malediven übermittelt. Im selben Zeitraum des Vorjahres 2025 wurden 9 Fälle, und in den 4 Vorjahren (2022– 2024) zwischen 5 und 13 Fälle übermittelt“, heißt es in dem Bulletin.

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Das RKI warnt: Wer nach einer Tropenreise unter Fieber, starken Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen oder Hautausschlag leidet, sollte unbedingt an Dengue- oder Chikungunyafieber denken und einen Arzt aufsuchen. Die kommenden Monate seien weiterhin beliebte Reisemonate, was das Risiko erhöhe.

Asiatische Tigermücke: Ausbreitung erhöht Risiko für Dengue-Infektionen

Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, breitet sich in Deutschland die Asiatische Tigermücke aus, die ein möglicher Überträger des Denguevirus ist. Etablierte Populationen wurden bereits entlang des Rheins sowie in Städten wie Berlin und Dresden nachgewiesen. Unter bestimmten Bedingungen sei es denkbar, dass Reiserückkehrer das Virus auf heimische Mücken übertragen – und so eine lokale Infektionskette auslösen.

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Das RKI empfiehlt daher allen ungeimpften Reiserückkehrern aus betroffenen Regionen, Mückenschutz auch nach der Rückkehr zu verwenden, und zwar bis zu 14 Tage nach der Reise. Ein Impfstoff gegen Dengue ist in der EU zwar verfügbar, wird aber von der Ständigen Impfkommission (STIKO) nur für Menschen empfohlen, die bereits eine nachgewiesene Infektion durchgemacht haben.