Knopfaugen, scheuer Blick – und ein Plüschtier, das Trost schenkt: Obwohl die Beschreibung zu Punch passen würde, dem Malaken-Äffchen aus Japan, erobert aktuell tatsächlich ein anderes Affenbaby die Internetherzen im Sturm. Schauplatz ist dieses Mal ein Zoo in der westmexikanischen Stadt Guadalajara. Hier lebt Yuji, ein weiteres Jungtier, dessen Schicksal Fans weltweit berührt.

Affenbaby Yuji muss mit der Hand aufgezogen werden

Yuji ist ein Husarenaffe und wurde am 3. März mit einem Gewicht von 443 Gramm geboren. Zwar hat Yujis Mutter ihn nicht verstoßen, allerdings war sie nicht in der Lage, ihr Jungtier zu versorgen: Bereits in den ersten Lebensstunden merkten die Pfleger, dass die Erstlingsmutter das Affenbaby nicht stillte. Sie hatte auch Schwierigkeiten, das Baby zu tragen.

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„Die ersten Stunden sind besonders wichtig“, erklärt Iván Reynoso Ruiz, Leiter der Primatenabteilung im Zoo, der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb habe sich der Zoo für eine Handaufzucht entschieden. Somit bekommt der fast zwei Monate alte Affe täglich vier Flaschen Muttermilchersatz mit proteinreichem Getreide. Das junge Äffchen entwickle sich auf diesem Wege prächtig: „Es ist bei bester Gesundheit, hat viel Kraft gewonnen und lernt gerade das Klettern“, so Ruiz weiter.

Husarenaffen-Baby Yuji
Husarenaffe Yuji wird im Zoo in Guadalajara gefplegt.© Fernando Carranza Garcia/dpa | Fernando Carranza Garcia

Ziel sei es, dass Yuji im Alter von sechs bis sieben Monaten vollständig auf die Ernährung eines ausgewachsenen Tieres umgestellt werden kann. Dann soll er sich ausschließlich von Gemüse und Obst ernähren und vom Zoo-Krankenhaus ins Affengehege umziehen.

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Äffchen Yuji schon jetzt ein Internetstar: Fans reisen extra an

Yuji wurde nach dem Hauptcharakter einer japanischen Mangaserie benannt – und ist offenbar auf dem besten Weg, bald ebenso bekannt zu werden: „Viele haben uns erzählt, dass sie Yuji über die sozialen Medien kennengelernt haben, und kommen extra zu uns, um ihn zu sehen“, erzählt Ruiz der dpa. Die Kommentarspalten des Zoos füllen sich immer mehr mit begeisterten Reaktionen von Tierfreunden. Fans nennen Yuji den „mexikanischen Punch“.

Neben schaulustigen Zoobesuchern und seinen Plüschtieren bekommt Yuji auch hin und wieder andere Affen zu Gesicht – allerdings unter strengen Vorsichtsmaßnahmen: Yuji darf seine Artgenossen nur aus einer Transportbox heraus sehen, hören und riechen. Ein Zaun dazwischen gehört ebenfalls zu den Sicherheitsvorkehrungen.

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In der Wildnis leben Husarenaffen in den Savannen, Graslandschaften und Halbwüsten West- und Zentralafrikas. An der Oberseite ist ihr Fell rötlich-braun gefärbt, die Unterseite ist weiß bis grau. Die Tiere sind hauptsächlich Bodenbewohner sowie hervorragende Läufer. Sie erreichen eine Fluchtgeschwindigkeit von bis zu 55 Kilometern pro Stunde.

dpa/day