Der spanische Torero Morante de la Puebla gilt bei Liebhabern des Stierkampfs als Star. Doch auch ein Star ist fehlbar – und das hat in der Stierkampfarena oft heftige Konsequenzen. Am vergangenen Wochenende ist der 46-Jährige von einem Stier buchstäblich aufgespießt worden. Dabei zog er sich eine tiefe Wunde im Bereich des Afters und Darms zu. Er sei anschließend zwei Stunden lang operiert worden, berichtete die Zeitung „El País“ unter Berufung auf den zuständigen Arzt.

Noch aus dem Krankenhaus ließ der Torero die britische „Daily Mail“ wissen: „Es war der größte Schmerz, den ich je gespürt habe. Wow, es war unerträglich. Ich habe es gespürt und direkt nach Blut gesucht.“

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Der Vorfall ereignete sich in einer der bekanntesten Stierkampfarenen Spaniens. La Maestranza in Sevilla ist regelmäßig Schauplatz großer Corridas. De la Puebla zählt zu den bekanntesten und populärsten Toreros Spaniens. Er wird von Anhängern als Ausnahmekönner verehrt, der die Kunst des Stierkampfs besonders verkörpere.

Immer wieder sterben Toreros

Eine genaue Statistik gibt es nicht, aber spanische Medien sprechen von Dutzenden Toten seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Erst Anfang April war ein Mitarbeiter einer Stierkampfarena in Málaga getötet worden. Der Mann war beim Entladen der Tiere von einem der bis zu 600 Kilogramm schweren Bullen aufgespießt worden. 2016 starb der Stierkämpfer Víctor Barrio in Teruel, als ein Stier mit dem Horn sein Herz durchbohrte. 

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Der Stierkampf ist in Spanien und auch international hochumstritten. Befürworter sehen ihn als Teil der nationalen Tradition, die es zu bewahren gelte. Kritiker lehnen die Corrida hingegen entschieden ab. Sie betrachten den Stierkampf als Tierquälerei und fordern seit Jahren ein Ende der Praxis.

lro/dpa