Japan kommt nicht zur Ruhe. Nur eine Woche nach einem schweren Seebeben der Stärke 7,7 im Pazifik hat ein weiteres starkes Erdbeben die nordjapanische Insel Hokkaido erschüttert. Das Beben der Stärke 6,2 ereignete sich am frühen Montagmorgen um 5.23 Uhr (Ortszeit, Sonntag, 22.23 Uhr MESZ) im Süden Hokkaidos – in einer Tiefe von 83 Kilometern. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben, doch die Behörden warnen bereits vor der nächsten Gefahr.

Erhöhte Gefahr durch Erdrutsche nach Erdbeben in Hokkaido

Der US-Erdbebenwarte USGS zufolge ist mit geringen Sachschäden und niedriger Gefahr für Menschenleben zu rechnen, da die Region rund 200 Kilometer östlich von Sapporo nur dünn besiedelt ist. Jedoch sei „in Gebieten, die starke Erschütterungen erlebt haben, die Gefahr von herabfallenden Felsen und Erdrutschen gestiegen“, sagte ein JMA-Beamter vor Journalisten.

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Die JMA warnte außerdem, dass in der kommenden Woche ein hohes Risiko weiterer Erdbeben ähnlicher Stärke in der Region bestünde. Nur wenige Stunden zuvor hatte sich im Meer einige hundert Kilometer südlich von Hokkaido ein Erdbeben der Stärke 5,0 ereignet.

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Japan: Schweres Seebeben löst Mini-Tsunami und Evakuierungen aus

Am Montag in der vergangenen Woche hatte es nördlich der Präfektur Iwate im Pazifik ein schweres Seebeben gegeben. Ein dadurch verursachter Mini-Tsunami löste Wellen von bis zu 80 Zentimeter Höhe aus. In der betroffenen Region wurde nach Angaben der Rettungskräfte zeitweise mehr als 180.000 Menschen die Evakuierung empfohlen. Bei dem Beben, das bis in die mehrere hundert Kilometer entfernte Hauptstadt Tokio zu spüren war, seien mindestens sechs Menschen verletzt worden, darunter zwei schwer, erklärte die japanische Katastrophenschutzbehörde.

Der japanische Wetterdienst warnte daraufhin vor der Gefahr eines Mega-Bebens: „Die Wahrscheinlichkeit eines neuen, gewaltigen Erdbebens ist höher als gewöhnlich.“

Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat mit 125 Millionen Einwohnern wird jedes Jahr von etwa 1500 Erdbeben erschüttert.

pcl/awe/pau/dpa/afp