An gleich drei Tagen sollte Kanye West, der seit einigen Jahren auch unter dem Namen Ye bekannt ist, Anfang Juli beim „Wireless Festival“ in London auftreten – doch daraus wird nichts. Britische Behörden haben dem wegen antisemitischer Äußerungen umstrittenen Künstler die Einreise verweigert, berichtet „CNN“. Daraufhin sei das beliebte Musikfestival gänzlich abgesagt worden.
Demnach habe die Ankündigung, dass Kanye West als Headliner das Festival zieren sollte, bereits im Vorfeld für heftige Kritik aus der Politik und seitens jüdischer Gruppen gesorgt. Selbst Premierminister Keir Starmer hatte sich zu Wort gemeldet und die Entscheidung, West auftreten zu lassen, als „zutiefst besorgniserregend“ bezeichnet. Auch zahlreiche Sponsoren, darunter Pepsi, hatten ihre Unterstützung für das Festival zurückgezogen.
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Wireless-Festival abgesagt – Veranstalter: „Antisemitismus ist in all seinen Formen abscheulich“
West sorgte in den vergangenen Jahren mit zahlreichen antisemitischen Äußerungen für Empörung. Unter anderem veröffentlichte er im Mai 2025 den Song „Heil Hitler“, woraufhin ihm Australien – das Geburtsland seiner Frau – das Visum entzog. Dann folgte die große Kehrtwende: Ende 2025 zeigte der Skandallrapper Reue und schaltete unter anderem im Januar dieses Jahres eine ganzseitige Anzeige im „Wall Street Journal“, in der er sich erklärte und entschuldigte.
Nachdem bekannt wurde, dass Großbritannien dem Musiker die Einreise verweigert, erklärten die Veranstalter, dass das für den 10. bis 12. Juli geplante Festival abgesagt wird. „Antisemitismus in all seinen Formen ist abscheulich, und wir sind uns der realen und persönlichen Auswirkungen dieser Probleme bewusst“, zitierte „CNN“ den Veranstalter Festival Republic. „Wie Ye heute sagte, räumt er ein, dass Worte allein nicht ausreichen, und hofft dennoch, die Gelegenheit zu erhalten, mit der jüdischen Gemeinde in Großbritannien ins Gespräch zu kommen“, hieß es weiter.
Kanye West hatte sich zuvor selbst mit einer Erklärung zu Wort gemeldet: „Ich wäre dankbar für die Gelegenheit, Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Großbritannien persönlich zu treffen und ihnen zuzuhören“, so der Künstler. Ihm sei aber bewusst, dass Worte allein nicht ausreichend seien. Er müsse vielmehr durch seine Taten zeigen, dass sich etwas ändere.
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