Nicht nur royale Beobachter fragen sich gerade, wie lange Mette-Marit (52) das, was sich da über sie zusammengebraut hat, noch aushalten kann. Auch das Volk ist mehr als in Sorge. Ein Skandal jagt zurzeit den nächsten. Dabei ist Norwegens Kronprinzessin durch ihre Lungenfibrose schwer geschwächt. Und nun auch das noch: Die Ehefrau von Kronprinz Haakon (52), die gerade den Prozess um ihren ältesten Sohn wegen Vergewaltigung miterleben muss und jüngst in Sachen Epstein Files massiv in die Kritik geriet, steht schon wieder im Fokus: Ein altes Video von 1996 aus der Fernsehflirtshow „Lysthuset“ (Lusthaus) ist es, das für Wirbel sorgt.

Gerade mal 23 Jahre alt war Mette-Marit damals, als sie in der Show auftrat. Sie war jung und hatte ja schon immer zugegeben, vor ihrer Heirat mit dem Thronfolger ziemlich abenteuer- und lebenslustig gewesen zu sein. Also geradezu prädestiniert für eine Sendung, in der sich etwa hundert Männer für ein Date mit der Frau in Pose brachten, die vielleicht einmal Norwegens Königin werden könnte. Damals war davon natürlich noch keine Rede.

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Da war sie noch weit entfernt, sich als plötzliche Prinzessin zu sehen. Und Haakon war noch nicht in Sichtweite, als sie nach Medienberichten vor ganz Norwegen über Männer, Musik und über Sex geplaudert haben soll. Man kann wohl davon ausgehen, dass das den Royals nicht wirklich gut in den Kram gepasst hätte. Immerhin durfte ihr Auftritt als Bachelorette nicht mehr ausgestrahlt werden, wie „Bild“ berichtet.

Mette-Marit: Große Nachfrage nach dem Video aus norwegischer Flirtshow

Dabei war das Interesse daran riesig. Und der norwegische Sender TVNorge wollte das Video dann auch im Jahr 2008 zum 20. Jubiläum veröffentlichen, wie unsere Redaktion erfuhr. Doch das Unterfangen wurde von der Programmdirektion abgesagt. Mit der Begründung: „Vor der Verlobung von Kronprinz Haakon und Mette-Marit gab es eine enorme Nachfrage, insbesondere von der internationalen Presse, die die Bilder kaufen wollte. Daher beschloss die Redaktionsleitung von TVNorge damals selbst, die Bilder nicht mehr kommerziell zu nutzen“, so das Statement.

Ganz klar, ein solch ausgesprochen flirtiger Auftritt passt wohl nicht zum royalen Style. Es ist nämlich schon süffig, was da präsentiert wird: Auf den fast 30 Jahre alten Aufnahmen, die bei bild.de zu sehen sind, trägt Mette-Marit auffällige Leoparden-Leggings, eine Federboa und eine Maske. Hundert Männer kämpften um ein Date mit der jungen strahlenden Frau, die da schon schwanger mit ihrem ersten Sohn Marius gewesen sein soll. Am Ende gewann ein Kandidat mit dem Spitznamen „Todestänzer“.

Kann es für Mette-Marit eigentlich noch dicker kommen? Im Onlineauftritt von „Blick“ ist eine Kommentatorin zu hören, die die Welle der Volksempörung gegen die Kronprinzessin mit reichlich Adrenalin im Blut anpeitscht. So eine könne doch keine Königin werden. Von so einer sollte sich Haakon mal schnellstens scheiden lassen.

Wirbel um Mette-Marits Datingshow kommt zu ungünstigem Zeitpunkt

Die Aufnahmen der künftigen Königin in einer Fernsehshow hätten vielleicht niemals so einen Wirbel verursacht. Doch jetzt kommt so etwas zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Mette-Marits Image ist mehr als angeknackst. Auch als Mutter eines Sohnes, dem schlimmste Vorwürfe gemacht werden. Marius Borg Høiby (29), Kind aus einer früheren Beziehung, steht gerade vor Gericht, weil er unter anderem vier Frauen vergewaltigt und zudem mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt haben soll. Høiby bestreitet die schwerwiegenden Vorwürfe. Der Prozess soll bis zum 19. März dauern, ein Urteil wird einige Wochen danach erwartet. Ihm drohen bis zu 16 Jahre Haft.

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Schlimm genug. Doch noch schlimmer ist für Mette-Marit das, was im Zuge der veröffentlichten Epstein-Akten herausgekommen war: Jahrelang hatte sie Kontakt zu dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gepflegt. Mindestens tausendmal sei ihr Name in den Ermittlungsakten zum Fall Epstein vorgekommen. Mette-Marit hatte ihre Kontakte zu Epstein eingeräumt, sich auch reumütig gezeigt, doch das reichte dem Volk nicht. Mette-Marit fiel dramatisch in der Gunst. Und mit ihr der ganze Palast.

Norwegens Monarchie: Nur noch 60 Prozent denken positiv über die Royals

Nur 60 Prozent der Norweger äußerten laut TV-Sender NRK jüngst in einer Umfrage eine positive Meinung über die königliche Familie. Dies ist ein Rückgang um zehn Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat und der niedrigste Wert überhaupt. Schon Ende Januar hatten 47,6 Prozent der Teilnehmer in einer Meinungsumfrage die Ansicht vertreten, Mette-Marit solle nicht Königin werden. Das würde nur 29 Prozent der Befragten gefallen.

Der Mitleidbonus, den Mette-Marit lange innehatte, scheint aufgebraucht. Bisher hatte man sich stark um ihre Gesundheit gesorgt, steht es doch nicht gut um die 52-Jährige, die sich wegen ihrer chronischen Lungenerkrankung möglicherweise einer Transplantations-OP unterziehen muss. Das Königshaus in Oslo teilte im Dezember mit, dass es zu einer „deutlichen Verschlechterung“ ihres Zustands gekommen sei. „Ich hatte immer gehofft, dass wir die Krankheit mit Medikamenten in Schach halten können“, sagte Mette-Marit in einem Interview mit dem Fernsehsender NRK. Doch die Hoffnung scheint dahin.

Bei einer Lungenfibrose verliert das Lungengewebe seine Funktion, wird durch Narbengewebe ersetzt, so Experten. Typische Symptome sind chronischer trockener Husten und zunehmende Atemnot. Mette-Marit, so ließ der Palast verlauten, benötige wegen ihrer schweren Symptome neben angepasstem Training vor allem Ruhe und Erholung. Genau das steht wohl gerade nicht auf ihrem Programm.