Die weltweit einzige flugunfähige Papageienart, der Kākāpō, galt lange als vom Aussterben bedroht. Schwer, langsam und mit zahlreichen Fressfeinden konfrontiert, gilt auch seine Fortpflanzung als träge. Doch nach einer außergewöhnlichen Naturschutzmaßnahme scheint sich das Schicksal des nachtaktiven und scheuen neuseeländischen Vogels zu wenden: Innerhalb von drei Jahrzehnten konnte die Population von 50 auf über 200 Exemplare steigen.
In diesem Zeitraum haben Naturschützer den bis zu drei Kilogramm schweren Vogel auf drei abgelegene, von Raubtieren freie Inseln umgesiedelt und jede seiner „romantischen Verwicklungen“ sorgfältig überwacht. Heute leben alle 236 Kākāpō auf diesen Inseln vor der Südküste Neuseelands.
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In diesem Jahr sorgt eine außergewöhnlich reiche Ernte der Lieblingsbeeren der Vögel für eine seltene Paarungsbereitschaft. Die Verantwortlichen hoffen auf eine Rekordzahl an Küken in dieser Saison – ein wichtiger Schritt, um die einst als sicher geltende Auslöschung abzuwenden. Die aktuelle Brutsaison ist die erste seit 2022.
Besonders bemerkenswert: Über ein Live-Video des Department of Conservation kann nun die weibliche Kākāpō Rakiura auf der abgelegenen, raubtierfreien Insel Whenua Hou/Codfish Island in Aotearoa, Neuseeland, durchgehend beobachtet werden.
Die 24-jährige Kākāpō-Dame Rakiura hat bereits erfolgreich ein Küken ausgebrütet und kann nun erneut beim Brüten live beobachtet werden. Die Kākāpō-Cam ermöglicht nicht nur Einblicke in ihr Nest, sondern liefert auch wertvolle Informationen über das Verhalten der Weibchen während der Brut.
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Für die Neuseeländer hat der Erhalt des Kākāpō höchste Priorität. Deidre Vercoe, Betriebsleiterin des Kākāpō-Programms beim Department of Conservation, bringt es auf den Punkt: „Wir haben weder den Eiffelturm noch die Pyramiden, aber wir haben Kākāpō und Kiwi. Es ist unsere Pflicht als Neuseeländer, diese Vögel zu schützen.“
ascha







