In den eisigen Tiefen vor der Antarktis haben Forscher eine echte Sensation erlebt. Ein Team des Minderoo-UWA Deep-Sea Research Center entdeckte nahe der Antarktischen Halbinsel einen Schlafhai von beeindruckender Größe – rund drei bis vier Meter lang.
„Wir sind dorthin gefahren, ohne zu erwarten, Haie zu sehen, denn es gibt die Faustregel, dass es in der Antarktis keine Haie gibt“, sagte Forscher Alan Jamieson gegenüber der Nachrichtenagentur „AP“. „Und es ist nicht einmal ein kleines Exemplar. Es ist ein riesiger Hai. Diese Dinger sind Panzer“, fügte er hinzu. Das Zentrum erteilte der Nachrichtenagentur am Mittwoch die Erlaubnis, die Bilder zu veröffentlichen.
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Der Hai befand sich in einer Tiefe von 490 Metern – die Wassertemperatur liegt dort bei nahezu 1 Grad Celsius. Viele Experten waren bislang überzeugt, dass es in solchen eisigen Gewässern keine Haie gäbe. Doch die Forscher wurden überrascht. Jamieson, der Gründungsdirektor des Forschungszentrums an der University of Western Australia ist, sagte gegenüber „AP“, er habe keine Aufzeichnungen über einen anderen im Antarktischen Ozean gefundenen Hai finden können.
A large shark was caught on camera for the first time in Antarctica's waters, surprising researchers. https://t.co/ljw61WRfqH
— CBS News (@CBSNews) 18. Februar 2026
Möglicherweise könnten der Klimawandel und die Erwärmung der Ozeane dazu führen, dass Haie in die kälteren Gewässer der Südhalbkugel abwandern, erklärte Peter Kyne, unabhängiger Naturschutzbiologe der Charles Darwin University. Allerdings sei es aufgrund der Abgeschiedenheit der Region schwierig, Daten über Veränderungen des Verbreitungsgebiets zu sammeln, sagte Kyne. Dass es den Forschern kürzlich gelungen ist, dort einen Schlafhei zu entdecken, sei großartig. „Der Hai war am richtigen Ort, die Kamera war am richtigen Ort und sie haben diese tollen Aufnahmen gemacht“, so Kyne. „Das ist ziemlich bedeutsam.“
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Jamieson vermutet, dass auch andere Haiarten der Antarktis in diesen Tiefen unterwegs sind, wo sie sich vermutlich von auf den Meeresgrund gesunkenen Kadavern wie Walen, Riesenkalmaren oder anderen Tieren ernähren. Forschungskameras überwachen diese Bereiche nur selten und meist nur in den antarktischen Sommermonaten von Dezember bis Februar. „Die restlichen 75 Prozent des Jahres schaut überhaupt niemand hin. Und deshalb, denke ich, stoßen wir gelegentlich auf solche Überraschungen“, so Jamieson.






