Ein Flug der Airline Jet2 von Antalya (Türkei) nach Manchester (Großbritannien) hat in der vergangenen Woche ein jähes Ende genommen: Wegen einer Massenschlägerei an Bord des Flugzeugs musste die Crew am Donnerstag in Brüssel (Belgien) notlanden. Daten auf dem Portal „FlightAware“ zeigen, dass der Flieger schon nach rund dreieinhalb Stunden Flugzeit wieder am Boden war.

Auf Videos, die in sozialen Netzwerken wie „X“ oder „Instagram“ verbreitet wurden, ist der Vorfall an Bord zu sehen – und hören. Mehrere Passagiere schreien aufgebracht durcheinander oder fluchen, ein Mann tritt einen anderen und schubst ihn zur Seite, dann kommt es zu Gerangel, Schubsern und Faustschlägen zwischen mehreren Personen. Auf einem der Videos ist eine Frau zu hören, die mehrmals „Stop it!“ ruft, also: „Hört auf“.

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Flugzeug der Airline Jet2 muss in Brüssel notlanden – wegen Schlägerei an Bord

Wie die britische Boulevardzeitung „The Sun“ berichtet, hat sich die Schlägerei auf rund 9000 Metern Höhe ereignet. Demnach habe das Kabinenpersonal verzweifelt versucht, das Chaos an Bord zu beenden. Nach der Notlandung in Brüssel seien zwei beteiligte Passagiere von Polizisten aus dem Flugzeug eskortiert worden. Die Airline Jet2 zog darüber hinaus sofort Konsequenzen und verhängte ein lebenslanges Flugverbot für die beiden, wie ein Sprecher des Unternehmens dieser Redaktion bestätigte. Die Fluggesellschaft machte auf Anfrage dieser Redaktion keine Angaben dazu, wie es zu dem Vorfall kommen konnte.

„The Sun“ zitiert derweil einen Augenzeugen: Er sagt, der Grund für den Streit sei eine rassistische Äußerung gewesen. „Ich bin gerade von einem furchtbaren Flug nach Hause gekommen und bin immer noch völlig aufgelöst, genau wie viele andere Passagiere“, schrieb der Mann in einem sozialen Netzwerk. Der Beitrag ist inzwischen offenbar gelöscht. Die Reise habe unkompliziert begonnen, habe sich aber zu „einer der belastendsten Erfahrungen, die wir je gemacht haben“, entwickelt.

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Flugzeug-Notlandung nach Massenschlägerei: Passagier soll rassistische Bemerkungen gemacht haben

Ein Passagier hinter ihnen habe schon früh begonnen, rassistische Bemerkungen zu machen. „Leise genug, dass andere sie nicht deutlich hören konnten, aber laut genug für uns“, schilderte der Mann weiter. Zunächst habe der Mann mit seiner Begleitung versucht, die rassistischen Äußerungen zu ignorieren, schreibt die Zeitung weiter. Doch der Passagier habe nicht aufgehört. „Es eskalierte“, so der Augenzeuge.

„Obwohl er während des Fluges Alkohol getrunken hatte, war er sich seiner Umgebung voll bewusst, wusste genau, was er sagte, und war die ganze Zeit über orientiert“, zitiert die Zeitung den Augenzeugen. Der Mann wurde demnach aggressiv gegenüber dem Kabinenpersonal, nachdem er keine Zigaretten an Bord kaufen konnte. Laut dem Augenzeugen war der Mann „aggressiv, einschüchternd und äußerte sich offen rassistisch gegenüber den pakistanischen Passagieren um ihn herum“.

Schläge an Bord von LS896 – Jet2 verhängt Flugverbot

Dann sei es zu Handgreiflichkeiten und Chaos gekommen, das auch das Kabinenpersonal nicht bändigen konnte. Die einzige Lösung: eine Notlandung in Brüssel. Wie die Zeitung „The Sun“ berichtet, konnte der Flug nach der Zwischenlandung und Festnahme zweier Passagiere gegen 22 Uhr fortgesetzt werden.

Ein Sprecher der Airline Jet2 bestätigte gegenüber dieser Redaktion den Vorfall: „Flug LS896 von Antalya nach Manchester wurde aufgrund des entsetzlichen Verhaltens zweier störender Passagiere nach Brüssel umgeleitet.“ Die Airline habe eine „Null-Toleranz-Politik“ gegenüber so einem Passagierverhalten. Neben einem lebenslangen Flugverbot für die beiden Passagiere droht aber noch etwas anderes: Die Fluggesellschaft will die beiden „mit Nachdruck verfolgen“, um die Kosten zurückzuerhalten, die dem Unternehmen durch die Umleitung des Flugzeugs entstanden seien.

viv