Auf der indonesischen Insel Sulawesi wurde die längste wild lebende Schlange der Welt entdeckt. Zwei Männer haben den Sensationsfund schon Ende 2025 gemacht, inzwischen steht die riesige Python im Guinness-Buch der Rekorde. Ein Video der als „Ibu Baron“ („Die Baronin“) getauften Riesenschlange geht gerade viral. Auf dem Instagram-Kanal der „Guinness World Records“ mit fast elf Millionen Followern wurde es schon über 83.000 Mal aufgerufen.

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Netzpython beeindruckt mit 7,22 Metern Länge und 96,5 Kilo Gewicht

Fast so lang wie ein Fußballtor breit – oder etwa sechseinhalb aneinandergereihte Einkaufswagen misst das Tier. Die weibliche Netzpython „Ibu Baron“ hat eine imposante Länge von 7,22 Metern – im völlig entspannten Zustand könnte sie sogar 7,9 Meter lang sein, berichten die Experten auf der „Guinness World Records“-Website. Was außerdem fasziniert, ist ihr Gewicht. Sie wiegt 96,5 Kilogramm, fast so viel wie ein ausgewachsener Riesenpanda.

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Nicht nur die gigantische Größe, auch die Fähigkeiten des Tieres beeindrucken. Der Netzpython ist zwar nicht giftig, kann mit der Muskelkraft jedoch große Beute töten – auch Menschen. Laut „Guinness World Records“ kommt es in der Region immer wieder zu tödlichen Attacken. Für die einheimische Bevölkerung gelten solche Schlangen als ernsthafte Bedrohung, auch für ihre Nutz- und Haustiere. In der Regel werden solche großen Exemplare sofort getötet.

„Das Auftreten dieser Riesenschlangen nimmt zu, weil ihre Lebensräume schrumpfen und die Verfügbarkeit ihrer natürlichen Nahrung [wie Wildschweine und wilde Anoa-Rinder] abnimmt“, erklärte Wildtierretter und Schlangenexperte Nugraha gegenüber GWR. Für die „Baronin“ bedeutete der Fund Glück im Unglück. Dank Tierschützer Budi Purwanto, der schnell handelte und die Schlange von den einheimischen Findern in Besitz nahm, entging sie der Jagd und kann nun sicher auf Purwantos Anwesen auf der Insel leben.

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Rekorde gab es in der Vergangenheit viele – doch nie war ein wild lebender Python derart formell dokumentiert wie „Ibu Baron“. Wildtierführer Nugraha und Naturfotograf Frentiu, die die Schlange erstmals vermessen haben, sowie Tierschützer Parwanto hoffen, dass die Rettung und sorgfältige Dokumentation von „Ibu Baron“ mehr Bewusstsein für die Bedrohungen schafft, denen Riesenschlangen in Indonesien heute begegnen – und so den Schutz dieser außergewöhnlichen Tiere fördert.