Es waren emotionale – und für den Fußball zugleich ungewöhnliche Bilder: Ende Januar verlobte sich der bisexuelle Schiedsrichter Pascal Kaiser. Vor zehntausenden Augenpaaren im Stadion und vor den Bildschirmen küsste er zum Liebesbeweis seinen Freund Moritz im RheinEnergieStadion.
Die anrührende Begebenheit während der Partie Köln–Stuttgart bewegte in Deutschland zahlreiche Fans. Doch wie die französische Zeitung l‘Equipe berichtet, sah sich der Schiri auch Anfeindungen ausgesetzt. In den sozialen Medien soll er sich zuvor gegen Homophobie engagiert haben. Rund eine Woche nach dem Antrag ist sein Account bei Instagram nun auf „privat“ gesetzt – und für Außenstehende nicht mehr einsehbar.
Auch interessant
Pascal Kaiser: Schiedsrichter von drei Männern verprügelt
Der traurige Höhepunkt dieser Anfeindungen ereignete sich wohl in der Nacht von Samstag auf Sonntag: Nach Drohungen wurde er in dem Garten seines Hauses von drei Männern brutal attackiert. Der französischen Zeitung stellte Kaiser ein Bild zur Verfügung, auf dem er mit einem geschwollenen Auge zu sehen ist. Kaiser selbst sehe einen Zusammenhang zwischen seinem Antrag im Stadion und dem Überfall.
HE SAID YES! 🌈💍
— DW Sports (@dw_sports) 2. Februar 2026
The moment queer football fan Pascal proposed to his boyfriend before a Bundesliga game.
Pascal Kaiser came out three years ago. He is also an Amateur referee and a huge fan of Bundesliga side Cologne. pic.twitter.com/fx3FdfTIw2
Nyke Slawik, queerpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, reagierte entsetzt: „Schlimm, dass die Polizei Drohungen nicht ernst nahm“, schreibt sie auf Instagram zu den Vorwürfen des Amateurschiedsrichters. Kein Mensch dürfe wegen seiner Identität zur Zielscheibe werden.
daw


