- Astronomen entdecken einen neuen erdähnlichen Exoplaneten im All
- Könnte auf HD 137010b vielleicht sogar Leben möglich sein?
- Was den neuen Himmelskörper so besonders macht
Forscher haben einen neuen Exoplaneten entdeckt, der unserer Erde erstaunlich ähnlich ist. Fast genauso groß, fast genauso lange Umlaufzeit um seinen Stern – und doch mit einem entscheidenden Unterschied: Es könnte dort deutlich kälter sein als auf unserem Heimatplaneten. Die spektakuläre Entdeckung wurde am 27. Januar in der Fachzeitschrift „Astrophysical Journal Letters“ beschrieben.
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Erde 2.0? Planet mit Erdgröße umrundet Stern HD 137010 in 355 Tagen
Der Stern HD 137010, 146 Lichtjahre von uns entfernt, besitzt möglicherweise einen Planeten, der fast exakt die Größe der Erde hat. Für einen Umlauf um seinen Stern benötigt er 355 Tage, nur zehn Tage weniger als die Erde. Die Entdeckung basiert auf Archivdaten des Weltraumteleskops Kepler, das zwischen 2009 und 2018 die Helligkeit von über 500.000 Sternen überwachte.
Normalerweise fällt ein Planet auf, wenn er mehrmals hintereinander vor seinem Stern vorbeizieht und dessen Licht leicht abdunkelt. HD 137010b – wie der Planet astronomisch genannt wird – zeigte zunächst nur einen einzigen, zehntägigen Helligkeitsabfall im Jahr 2017. Ein internationales Team unter der Leitung von Alexander Venner prüfte diesen Transit in einer Studie genau und kam zu dem Schluss: Nur ein Planet kann dieses Signal verursacht haben.
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Exoplanet HD 137010b könnte marsähnliche Temperaturen aufweisen
HD 137010b ist etwa sechs Prozent größer als die Erde, aber sein Stern ist rund 1000 Grad kühler als unsere Sonne. Das bedeutet: Die Temperaturen auf dem Planeten dürften etwa dem Mars entsprechen. „Der Planet liegt am äußeren Ende der lebensfreundlichen Zone“, sagen die Forscher.
Von den mehr als 6000 bekannten Exoplaneten ähneln die meisten der Erde kaum: Sie sind Gasriesen oder kreisen extrem nah an ihrer Sonne und sind daher glühend heiß. Nur wenige sind erdgroß und umkreisen einen sonnenähnlichen Stern. HD 137010b ist nahe genug, dass Astronomen seine Atmosphäre mit zukünftigen Teleskopen untersuchen könnten.
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Dabei geht es nicht nur um Temperatur: Sauerstoff, Methan oder Kohlendioxid könnten Hinweise auf Leben liefern oder zeigen, ob der Planet dank einer dichten Atmosphäre sogar angenehme Temperaturen entwickeln könnte. Bevor die Forscher aber genauere Daten bekommen, müssen zunächst weitere Transits bestätigt werden.
ef/dpa




