Inmitten des tragischen Zugunglücks zwischen Madrid und Malaga sorgt die Geschichte des Mischlingshundes Boro für einen Hoffnungsschimmer in Spanien. Und das ist paradox, denn der Schnauzer-Wasserhund-Mischling ist seit der Tragödie verschwunden. Seine Besitzer suchen nach ihm – und glauben gleichzeitig: Solange Boro nicht gefunden ist, lebt die Hoffnung auch an anderer Stelle weiter.

Boros Hundemama Ana García, die leichte Verletzungen erlitt und bereits aus dem Krankenhaus entlassen wurde, bangt nicht nur um ihren treuen Begleiter auf vier Pfoten. Ihre schwangere Schwester Raquel saß ebenfalls mit im Zug. Sie befindet sich noch immer auf der Intensivstation des Krankenhauses Reina Sofia in Córdoba. Das Herz ihres ungeborenen Kindes schlägt, doch ihr Zustand sei kritisch.

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Wie es Boro geht, weiß indes aktuell niemand. Dem Hund soll es nach dem Aufprall gelungen sein, aus dem Zug zu steigen. „Ich sah ihn aussteigen, rief ihm zu, und er kam auf mich zu, rannte dann aber weg. Ich konnte ihm nicht folgen, weil ich meine schwangere Schwester nicht allein lassen konnte“, erklärte Ana García gegenüber der italienischen Zeitung „La Repubblica“.

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Demnach sei sie mit ihrer Schwester und ihrem Freund Ivan nach Madrid unterwegs gewesen. Das Trio saß mit Boro im Iryo-Hochgeschwindigkeitszug, als dieser bei hoher Geschwindigkeit entgleiste und mit einem Zug von Renfe kollidierte. Wohl aus Angst rannte Boro weg und wird seitdem vermisst.

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Erschwerend kommt hinzu, dass Boro ohnehin sehr schreckhaft sei und womöglich weglaufen wird, sobald sich eine fremde Person ihm nähern will. Nun hat García einen öffentlichen Aufruf gestartet, um Boro zu finden. „Bitte helfen Sie uns, wenn Sie können, die Tiere zu finden. Wir haben viele von ihnen, und sie gehören auch zur Familie“, sagte die Hundebesitzerin in ihrer Botschaft in den sozialen Medien und gegenüber Medien. Solange die Hoffnung, Boro wiederzufinden, weiterlebt, glaubt Garcia auch weiter an einen guten Ausgang für ihre Schwester und deren Kind.

Bei dem Zugunglück in Andalusien am Sonntagabend kamen nach Angaben von Dienstag mindestens 42 Menschen ums Leben. Mehr als 170 Reisende wurden verletzt. Die Tragödie gilt als eines der schwersten Eisenbahnunglücke der jüngeren Geschichte.

rk