Der schwere Sturm „Harry“ hat den Mittelmeerraum erreicht. Starke Regenfälle haben in Ländern, wie Frankreich, Spanien oder Italien vielerorts zu Überschwemmungen geführt. Betroffen sind auch viele beliebte Urlaubsregionen, darunter die italienischen Inseln Sardinien und Sizilien. Die Behörden haben Warnungen ausgesprochen. Es herrscht Alarmstufe Rot.

In Italien, besonders in den Regionen Kalabrien sowie auf Sardinien und Sizilien, wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen, wie das Nachrichten-Portal t-online berichtet. In Kalabrien war der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 100 km/h auf die Küste getroffen und hat dort zum Teil große Schäden angerichtet. Gehwege und Brüstungen wurden bei Überflutungen einfach mitgerissen.

Sintflutartige Regenfälle: Feuerwehr zeigt Rettungsaktion im Video

Denn Harry bringt jede Menge Regen mit sich. Die Meteorologen rechnen mit sintflutartigen Regenfällen von bis zu 400 Liter pro Quadratmeter, wie der italienische Rundfunk Rai berichtete. Auf X (ehemals Twitter) hat die italienische Feuerwehr ein Video von einer Rettungsaktion hochgeladen.

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Neun Hunde, eingesperrt durch einen Zaun, waren durch das Hochwasser in der Region Cagliari in Not geraten. Die Tiere befanden sich in einem von hohem Bambus-Buschwerk umgebenen Gebiet und standen bereits bis zu ihren Rücken im Wasser. Die Aufnahme zeigt, wie die Einsatzkräfte die nassen Hunde wegtragen.

Evakuierungen an Italiens Küsten: Dörfer räumen wegen Unwettern

Inzwischen mussten etliche Menschen, die an den Küsten zu Hause sind, ihre Häuser verlassen. Auf Sizilien wurden knapp 200 Menschen aufgefordert, Schutz zu suchen, darunter Senioren in nah am Meer gelegenen Pflegeheimen, wie t-online weiter berichtet. Das Küstendorf Marzamemi sei komplett geräumt worden. Die Gemeinde habe Notunterkünfte für die betroffenen Familien organisiert. Auch Bewohner der Ortschaften Giampilieri Marina, Acireale und Capo Mulini seien aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.

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Von Sardinien gibt es Nachrichten über Erdrutsche. Straßen mussten aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Die Feuerwehr dort registrierte seit Montag 150 Einsätze. Darunter vor allem wegen umgestürzter Bäume oder heruntergefallener Dachziegel. Der Präsident der Provinz Nuoro auf Sardinien, Giuseppe Ciccolini, habe an die Bewohner appelliert, auf Fahrten auf Provinzstraßen, „insbesondere in der Nähe von Brücken, Küstenabschnitten und hochwassergefährdeten Gebieten“ zu verzichten.

Der Anbieter wetterdienst.de erklärt auf seiner Webseite zum aktuellen Sturmtief: „Bedingt durch recht milde Wassertemperaturwerte im nahen Ostatlantik sowie des Mittelmeers steigt viel Feuchte aus diesen Regionen in die Atmosphäre auf, was zu erhöhten Niederschlagsmengen führt.“ Besonders die Meerenge zwischen Sardinien und Sizilien weise hohen Wellengang auf. Erst im Laufe der nächsten Tage könnte das Unwetter abziehen.