Erich von Däniken, der mit seinen Theorien über außerirdische Besuche die Fantasie von Millionen beflügelte, ist tot. Der Bestsellerautor starb am Samstag im Alter von 90 Jahren in Unterseen im Kanton Bern. Nach Angaben der Familie folgte seinem kurzen Krankenhausaufenthalt ein friedlicher Abschied. Von Däniken hinterlässt ein Lebenswerk, das ebenso inspiriert wie polarisiert.
Seine erste Veröffentlichung, „Erinnerungen an die Zukunft“ von 1968, stellte den Beginn seiner außergewöhnlichen Karriere dar. Darin vertrat er den Gedanken, dass außerirdische Intelligenz die Menschheitsgeschichte mitgeformt habe. Eine These, die auf Begeisterung in der Popkultur stieß.
Diese Prominenten sind 2026 gestorben
In den folgenden Jahren veröffentlichte der Autor über 40 Bücher, die nach eigenen Angaben in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden und eine Gesamtauflage von mehreren Millionen erreicht haben.
Von Pyramiden bis zur Anatomie der Außerirdischen
Durch teils abenteuerliche Reisen und akribische Studien suchte er nach vermeintlichen Spuren von Außerirdischen auf der Erde – darunter die Theorie, dass die Pyramiden in Ägypten mithilfe von Aliens gebaut worden seien.
Nicht zuletzt war es seine unterhaltsame Art, die ihn zum Liebling tausender Ufo-Enthusiasten machte. Selbst Themen, die zunächst skurril erscheinen – wie etwa die Geschlechtsorgane von Außerirdischen –, wusste er charmant und wortgewandt zu verpacken.
„In den nächsten zehn Jahren wird die Welt mit außerirdischen Wesen in Kontakt kommen, es werden schöne Begegnungen werden“, erklärte von Däniken 2018.
Gelassenheit und Glaube bis zum Schluss
Als Kritiker ihn teils scharf angriffen, blieb von Däniken gelassen. „Früher hat man sich geärgert über die Verrisse“, sagte er. „Heute steht man einfach darüber.“ Er betonte, dass Wissenschaft und Spiritualität sich nicht ausschließen müssten. Sein Glaube an Gott war ihm stets wichtig.
ra/dpa































